.: blue sky :.

Kapitel 31:

Bills Sicht:

Das konnte ja nicht wahr sein. Erst kam es in die Bravo und jetzt rannte Tina auch noch weg. Wie sollten wir es denn da schaffen, wenn sie nicht da war? Warum probierte sie nicht für unsere Liebe zu kämpfen?

Nun saß ich alleine auf meinem Bett im Hotelzimmer und hielt die Bravo in der Hand. Man konnte schon fast nichts mehr erkennen, weil meine Tränen alles verwischt hatten. Da hörte ich ein Klopfen. Ich hoffte, dass es Tina war, doch als die Tür geöffnet wurde, trat Tom ein. Was wollte der denn jetzt hier? >Hey Bill.< Kam es leise von ihm. >Hi.< >Ich habe auch gerade die Bravo gesehen.< >Und bist du jetzt glücklich?< >Warum sollte ich denn glücklich sein?< >Na du fandest Tina doch immer scheiße.< Nun kam er auf mich zu und legte den Arm um mich. >Ich fand sie nie scheiße. Es war nur so, immer wenn sie da war, warst du wie verändert und hast kein Wort mehr mit jemand anderem gesprochen. Aber es ist jetzt egal, was war, jetzt halte ich zu dir Bill, du schaffst das schon.< Das überraschte mich wirklich. Erst jetzt merkte ich, wie gemein ich wohl in den letzten Monaten zu Tom gewesen sein musste und ich bewunderte ihn dafür, dass er trotzdem noch zu mir kam und mir helfen wollte. >Danke Tom. Und es tut mir leid wegen den letzten Monaten.< Er nahm mich in den Arm und sagte: >Zusammen kriegen wir das schon hin. Wo ist Tina eigentlich?< >Sie ist weggerannt, sie denkt, dass jetzt Schluss ist, weil es die Öffentlichkeit weiß.< Jetzt konnte ich mich nicht mehr zurückhalten. Ich fing an zu weinen und zu weinen und konnte einfach nicht mehr aufhören. Tom saß noch eine ganze Weile bei mir und tröstete mich. Ich war so froh, dass er da war, dass er für mich da war. Seine Nähe hatte mir in letzter Zeit wirklich richtig gefehlt.

Tinas Sicht:

Nun war ich so durchnässt, dass ich einfach zurück zum Hotel musste. Als ich in der Eingangshalle war, traf ich Lotte. >Tina da bist du ja endlich. Ich habe es auch gerade gelesen.< >Es ist so scheiße Lotte. Jetzt ist bestimmt alles vorbei.< >Ach Quatsch. Denk doch nicht so negativ.< Sie kam auf mich zu und umarmte mich. Wie froh ich doch war so eine Freundin wie sie zu haben. Sie war echt immer für einen da. Zusammen gingen wir hoch in ihr Zimmer. Ich konnte jetzt einfach nicht zu Bill. Ich musste das alles erst mal verarbeiten. Zum Glück schlug Lotte vor, dass ich noch etwas zu ihr kommen könne. Wir saßen noch lange bei ihr, ich ging erst, als ich dachte, dass Bill endlich schlief, was dann zum Glück auch der Fall war. Leise zog ich mir meine Klamotten aus und legte mich zu ihm ins Bett. Er hatte wohl ziemlich geweint, denn seine Augen waren ganz verquollen. Trotzdem sah er total süß aus, wie er so dalag. Der Gedanke daran, dass ich ihn wohl so schnell nicht mehr so sehen würde, eher gesagt nie mehr, machte mich total traurig. Da bewegten sich plötzlich seine Augen, Mist, er wachte auf. Schnell machte ich meine Augen zu und stellte mich schlafend.

Toms Sicht:

Jetzt war ja echt alles wieder super. Okay Bill war ziemlich am Boden zerstört. Aber immerhin hatte er eingesehen, dass er die letzte Zeit ziemlich scheiße zu mir war und ich konnte ihn heute trösten und er war mir dankbar. So nah wie heute waren wir uns lange nicht mehr. Jetzt musste einfach alles wieder gut werden. Ich hoffte, dass er schnell über Tina hinwegkommen würde und dann wäre alles wieder gut. Das, was ich damals mit Nadja geplant hatte, war ja völlig dumm gewesen, dass hier mit der Bravo war echt um einiges besser. Wenn ich jetzt Lotte noch etwas näher kommen würde, dann wäre echt alles perfekt. Hach, so gute Laune hatte ich ja schon lange nicht mehr.

Lottes Sicht:

Eigentlich freute ich mich ja, dass es jetzt wieder so lief. Aber war es wirklich das, was ich wollte? Wollte ich Tina wirklich so traurig sehen, nur damit es mir gut ging? Aber auf der anderen Seite war sie ja auch scheiße zu mir und jetzt lief es doch wieder ganz gut zwischen uns. Na ja sagen würde ich ihr auf jedenfall nichts. Erstmal abwarten, was passieren würde. Bisher verlief ja alles ganz gut. Ich war für sie da und Tom war für Bill da, so wie wir es doch eigentlich wollten.

Als sie irgendwann abends wieder in ihr Zimmer ging, beschloss ich noch mal bei Tom vorbei zu schauen um zu fragen, wie er es bisher so fand. >Hey Tom.< >Hi Lotte. Na wie läuft’s so?< >Na ja ich weiß nicht so genau. Tina redet zwar mit mir, aber nur weil es ihr jetzt scheiße geht, normal würde sie nicht mit mir reden. Und bei dir?< >Ja eigentlich genauso.... Aber besser so als gar nicht, oder?< >Ja schon, aber es ist auch nicht so schön mit anzusehen, wenn sie so leidet.< >Mmh...< Dann setzten wir uns hin und redeten noch etwas.

Plötzlich kam er mit seinem Gesicht auf mich zu und schloss die Augen. Wollte er mich etwa küssen?! Was sollte ich denn jetzt machen? Sollte ich ihn auch küssen oder gehen?! Zu spät... er hatte seine Lippen schon auf meine gelegt. Uhi konnte der gut küssen. Also erwiderte ich den Kuss, ich meine, ich hatte ja auch so lange drauf gewartet, warum also sollte ich jetzt gehen, jetzt wo es endlich so weit war. Irgendwann lagen wir auf seinem Bett und seine Hand streichte über meinen ganzen Körper. Plötzlich war er an meiner Hose angelangt, also das war dann doch etwas zu schnell für mich. Ich drehte mich weg und er schaute mich fragend an. >Was ist denn los? Willst du etwa nicht?< Oh man, der war ja von sich selbst überzeugt. Dachte er doch wirklich, dass er mit jeder konnte, wenn er nur wollte, doch da überraschte er mich schon wieder. >Also wenn du noch nicht bereit bist oder keine guten Erfahrungen hast, ist das auch nicht schlimm.< >Na ja also mit meinem letzten Freund ist das alles nicht so gut gelaufen, der wollte mich nur ins Bett kriegen und weil ich nicht wollte, war dann Schluss.< >Oh das tut mir echt leid für dich Lotte. Ich hoffe aber, du denkst das nicht auch von mir, denn ich glaube, ich habe mich echt in dich verliebt.< Tom in mich verliebt? Das konnte ja nicht wahr sein, mein Herz schlug Purzelbäume und ich war total aufgeregt. >Nein ich denke das nicht von dir und ich liebe dich auch Tom.< Glücklich schaute er mich an. Und küsste mich.

Was mit Tina und Bill war, war mir jetzt gerade mal ziemlich egal, jetzt zählten nur Tom und ich. Für Tina war ich ja vorhin dagewesen. Außerdem konnte sie ja schon froh sein, dass ich überhaupt noch an ihrer Seite war und sie nicht alleine war. Doch wahrscheinlich hatte sie auch einfach nicht gemerkt, wie dumm sie in den letzten Tagen zu mir war. Aber konnten Tom und ich überhaupt zusammen sein? Weil ich weiß nicht, ob Bill und Tina das so toll fänden, wenn sie nicht zusammen waren nur wir beide und würde David das überhaupt erlauben nachdem es mit Bill und Tina zwei mal an die Öffentlichkeit gekommen war. Na ja darüber wollte ich mir jetzt Erstmal keine Gedanken machen. Jetzt war gerade alles zu perfekt um über morgen nachzudenken. Vielleicht hatte ja auch keiner was dagegen, obwohl ich mir das bei David schlecht vorstellen konnte. Aber an seiner Stelle würde ich es glaube ich auch nicht erlauben, denn er kriegt ja wieder den ganzen Ärger ab und die ganzen Telefonate...

Kapitel 32:

Tinas Sicht :
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, lag Bill schon nicht mehr im Bett. Ich war eigentlich ganz froh darüber, aber irgendwie wollte ich ihn auch gerne sehen... Unser Streit (konnte man das überhaupt so nennen?!) machte mir schon ziemlich zu schaffen. Ich ging nach unten um etwas zu essen, als Lotte und Tom mich sahen, rutschten sie schnell ein Stück auseinander. Was war denn mit denen los? Na ja, darüber konnte ich mir jetzt keine Gedanken machen, ich hatte andere Probleme. Schnell aß ich etwas und machte mich dann sofort auf den Weg in mein Zimmer, ich wollte Bill sehen und mit ihm reden. Hoffentlich war er wieder da. Schon von draußen hörte ich ihn und es klang so, als sei er nicht gerade in bester Laune. Vorsichtig betrat ich den Raum.
>Hey Bill.< >Hi.< Er drehte sich weg und ging auf den Balkon. Ich folgte ihm, doch er machte eine Bewegung, dass ich stehen bleiben sollte. >Es tut mir leid wegen gestern.< Ich wartete auf seine Reaktion und weil nichts kam, redete ich weiter. >Ich weiß, dass es falsch war, wie ich reagiert hab, aber ich war so aufgebracht, dass ich nicht wusste, was ich machen sollte. Kannst du das nicht verstehen?< Jetzt drehte er sich zu mir. >Nein Tina, das kann ich nicht.< >Aber wieso denn nicht?< Doch er hatte sich schon wieder weggedreht. Also lies ich es bleiben. 10 Minuten standen wir schweigend so da, bis er plötzlich laut aufschluchzte und sagte: >Ich will dich doch nicht verlieren. Ich will nicht, dass heute unser letzter Tag wird. Ich will für immer bei dir bleiben.< Es fing an zu regnen, doch das störte ihn nicht weiter. >Es hat doch gerad erst alles angefangen. Ich will mich nicht schon wieder von dir trennen. Ich liebe dich doch.< Nun ging ich doch auf ihn zu und umarmte ihn von hinten. >Bisher haben wir doch alles geschafft.< >Aber es gab noch nie so ein Problem wie dieses hier.< Durchdringend schaute ich ihn an. >Ok, vielleicht gab es schon mal so ein Problem, aber das war doch was anderes.< Da fing ich an zu singen:
You know the world can see us
In a way that’s different than who we are
Creating space between us
’Til we’re separate hearts
But your faith, it gives me strength
Strength to believe…

>Verstehst du, was ich meine?< Er nickte nur und lächelte, da kam David >Ihr habt schon Recht eure letzten Stunden noch mal zu genießen. Denn so leid es mir tut, morgen musst du nach Hause fahren und dann ist jeglicher Kontakt dabu!< Das hatte gesessen. Er verließ das Zimmer wieder und nun konnte auch ich meine Tränen nicht mehr zurückhalten. >Glaubst du immer noch daran, was du gerade gesagt hast?< >Ja.< sagte ich und hoffte, dass es entschlossener rüber kam, als ich es eigentlich meinte... Eine Zeit lang standen wir noch so Arm in Arm im Regen, bis wir reingingen und uns aufs Bett legten...

Lottes Sicht:

Das war knapp. Beinah hätte sie mich mit Tom gesehen. Aber zum Glück konnten wir gerade noch so auseinander rutschen. >Gehen wir auch nach oben?< Als wir durch die Eingangshalle liefen, kamen uns hunderte von Reportern entgegen und vor der Tür warteten mindestens dreimal so viele Fans, die Plakate gebastelt hatten, wo drauf stand: WEG MIT DER SCHLAMPE! Außerdem schrieen sie die ganze Zeit: >Bill gehört mir, das Mädel soll ihn in Ruhe lassen.< Da kam schon die erste Frage eines Reporters: >Haben Sie jetzt auch eine Freundin?< >Nein, sie ist nur hier um Bills Ex-Freundin abzuholen.< >Er hat sich also von ihr getrennt? Wieso denn?< Doch ehe Tom antworten konnte, machte ich das für ihn. >Was für eine Frage ist das denn? Gucken Sie sich doch um, schauen sie doch, was die für Plakate haben, was sie schreien. Bill darf keine Freundin haben, wegen denen da und die nennen sich Fans. Warum wollen sie nicht, dass Bill glücklich ist? Warum wollen sie ihn unglücklich sehen? Echte Fans würden sich für ihn freuen. Er liebt Tina und Tina liebt ihn, wo ist also das Problem? Ja, bei den Fans. Sie würden doch genauso wie Tina handeln, wenn sie in der Situation wären. Warum also darf sie das nicht?< Während ich redete, wurde es immer stiller, bis die Fans plötzlich ganz ruhig waren. Doch da fing schon wieder jemand an zu lachen. >Als ob sie Bill wirklich lieben würde.< Das war zu viel, nur weil dieses kleine dumme Mädel nicht wusste, wie sehr sie gelitten hatte, als sie von Bill getrennt war. Da schrieen die anderen auch mit: >Genau, sie nutzt ihn nur aus.< Das reichte, ich wollte gerade auf sie zu gehen, da zog mich Tom zurück und schleifte mich in sein Zimmer. >Hey beruhig dich erstmal wieder. Es ist doch alles genauso gelaufen, wie wir es geplant hatten, also wo ist dein Problem?< >Hätte ich doch nur vorher gewusst, was alles passieren würde…< >Also du kannst mir jetzt nicht erzählen, du hättest das alles nicht geahnt. Du wolltest doch, dass sie sich trennen.< >Wollte ich gar nicht, ich wollte nur, dass Tina wieder mit mir redet.< >Warum hast du dann bei der Aktion mitgemacht? Es war doch voraus zu sehen, dass sich sich dann trennen müssten, wen es alle wissen. < >Ich war verzweifelt. Aber im Gegensatz zu dir bereue ich die Aktion. Dich lässt das alles völlig kalt. Du freust dich sogar, wenn du Bill leiden siehst.< Langsam wurde er ziemlich wütend. >Ich freue mich gar nicht. Und ich hatte wenigstens noch einen Grund dazu im Gegensatz zu dir. Ich habe unter Tina gelitten, seid sie sich das erste mal begegnet sind, du gerade mal ein paar Tage und drehst schon durch.< Das war zu viel des Guten, wütend schlug ich ihn ins Gesicht und rannte aus seinem Zimmer. Wie konnte ich nur auf so einen reinfallen? Warum hatte ich bei dieser dummen Aktion nur mitgemacht? Jetzt waren nur alle unglücklich. Tina und Bill hatten ihren letzte Tag heute zusammen und womöglich stritten sie sich auch noch. Tom un dich hatten uns auch gestritten und würden wohl auch keinen Kontakt mehr haben und ehrlich gesagt wollte ich es auch nicht, warum fiel immer ich auf die falschen Jungs rein...

Kapitel 33:

Tinas Sicht:

Lustlos ging ich den Flur entlang. Bill musste gerade nach unten Fragen beantworten und ich war alleine. Da hörte ich, wie Tom telefonierte. Es erinnerte mich an die Situation wie sie schon einmal vorgefallen war. Als Bill ins Studio musste und ich zu Tom ins Zimmer gehen wollte, dann aber halt machte, weil er am Telefon sagte: >Am liebsten würde ich die gleiche Aktion noch mal machen.< Diesmal sagte er allerdings: >Ich hab wieder alles vermasselt. Ich hab Lotte vertrieben durch die Aktion mit der Bravo und Bill ist totunglücklich und ich kann nichts dran ändern.< Den Rest verstand ich nicht mehr, wollte ihn auch nicht verstehen. Er hatte das mit der Bravo also gemacht. Er hatte die Bilder hingeschickt und er hatte Bill damals wahrscheinlich erst abgefüllt und dann Nadja auf ihn gehetzt. Noch nie hasste ich einen Menschen so sehr wie in diesem Moment, wütend rannte ich zurück ins Zimmer.

Lottes Sicht:

Ich hatte einen Entschluss gefasst, ich wusste, dass Bill ein Interview geben müsste und wenn er dann wieder zurück in sein Zimmer gehen würde, musste er an meinem vorbei. Also schrieb ich ihm einen Brief, den ich in mein Zimmer legte und hoffte, dass er ihn finden würde...

Lieber Bill,

ich weiss, wie sehr du leidest und es tut mir alles so schrecklich Leid für euch beide. Am liebsten würde ich alles rückgängig machen, aber es geht nicht, es ist passiert und ich kann nichts dran ändern. Ich fühle mich so mies. Wie konnte ich es jemals tun? Aber lass mich erst mal erklären. Tina und du, ihr wart ständig zusammen und ich kam mir vor wie Luft, wie du vielleicht weisst Tom auch. Also haben wir beschlossen Bilder von euch an die Bravo zu schicken, damit es Probleme gibt und du zu Tom gehst und Tina zu mir, um euch Rat zu holen und euch trösten zu lassen. Ich wollte doch nicht, dass es so weit kommt. Wenn ich später drüber nachdenke, kommt mir die Situation genauso dumm vor, wie sie dir wahrscheinlich vorkommt, doch ich war verzweifelt.... Ja, ich habe die Bilder weggeschickt, aber mir tut alles so leid. Ich bin nicht so kalt wie Tom, den das wohl alles ziemlich egal ist, ich will jetzt nicht auf ihm rumhacken, ich will nur, dass du weisst, dass ich wirklich am Boden zerstört bin und mich entschuldigen will. Ich weiss, keine Entschuldigung der Welt kann das alles wieder gut machen, aber vielleicht wirst du verstehen, warum ich so verzweifelt war.

Lotte

Bills Sicht:

Endlich waren die ganzen Fragen vorbei. Müde, erschöpft und genervt ging ich zurück in unser Zimmer. Auf dem Weg dorthin musste ich an Lottes Zimmer vorbei. Es brannte Licht und die Tür war offen. Um zu schauen, ob etwas passiert war, ging ich rein. Auf dem Schreibtisch fand ich einen Brief von ihr, wo draufstand Für Bill. Der musste wohl für mich sein... Ich wollte ihn mir gerade durchlesen, da sah ich einen Satz, einen einzigen Satz, der mich so wütend machte, dass ich mir den Rest gar nicht mehr durchlas, ich zerknäulte ihn und warf ihn in die Ecke. Ich musste es sofort Tina erzählen. Ich wollte nicht, dass sie Streit mit Lotte hatte, aber das war einfach zu viel.

Als ich ankam, saß sie schon auf dem Bett und sah auch sehr wütend aus. Bevor ich etwa sagen konnte, fing sie schon an: >Dein lieber Bruder Tom hat die Fotos an die Bravo geschickt. Wegen ihm haben wir den Ärger. Er hat alles kaputt gemacht.< >Sag mal gehts noch? Ist das jetzt so ein Plan von dir und Lotte? Hat sie dir etwa alles erzählt und jetzt tut ihr so, als sei Tom Schuld?< >Was hat das alles denn mit Lotte zu tun?< >Ach komm, das weißt du ganz genau.< >Nein! Ich weiß nur, dass ich Tom am Telefon gehört habe, wie er gesagt hat, dass er es war.< >Schieb jetzt nicht alles auf ihn. Er war so nett zu mir, er hat mich so lieb getröstet, nie würde er so etwas machen.< Sie lachte höhnisch. >Na da schätzt du ihn ganz falsch ein. Er ist auch an der Sache mit Nadja schuld.< >Laber kein Scheiss, das war meine Schuld. Und Lotte hat die Fotos an die Bravo geschickt, ich hab es doch in einem Brief gelesen.< >Du bist so ein beschissener Lügner. Warum hälst du auf einmal zu Tom? Du warst doch sonst immer gegen ihn.< >War ich nicht. Und jetzt pack deine Sachen und geh. Ich will nicht, dass du morgen gehst, ich will, dass du heute schon gehst, jetzt sofort!< >Kein Problem, hatte ich eh vor du Scheisskerl!<

Sie schmiss alle Sachen in ihren Koffer und ging. Aber auf dem Flur wurde sie gebremst. >Wo willst du denn schon hin Tina? Du musst doch erst morgen gehen.< Meinte David etwas verdutzt. >Ich will aber heute gehen.< schrie sie ihn an und probierte an ihm vorbei zu kommen. >Nicht so schnell junge Dame. Wie willst du denn nach Hause kommen? Ich habe dir und Lotte einen Flug gebucht, allerdings erst morgen und so lange bleibst du noch hier. Warum hattet ihr überhaupt Streit?< >Das geht dich einen feuchten Dreck an und jetzt lass mich vorbei, ich schlafe heute bei Lotte im Zimmer.<

Schon war sie verschwunden. Ich konnte das, was ich gerade fühlte nicht beschreiben. Ich war traurig und wütend zugleich. Da fiel mir wieder der Songtext ein, den ich im Studio gefunden hatte. Er stand auf der Rückseite des Blattes von Hilf mir fliegen. Irgendwie schwierte mir gerade eine passende Melodie im Kopf rum, so dass ich, ohne es zu merken, anfing zu singen.

Nach Dir kommt nichts
Unsern ersten Tag verfluch ich
Nach Dir kommt nichts
alles Neue macht mich fertig
Nach Dir kommt nichts
ich will das nicht
Du bist und warst und
wirst nie wieder
alles sein
ich hasse Dich

Da kam David plötzlich zurück: >Woher hast du diesen Text?< fragte er böse. >Gefunden.< >Aha und wo bitte? Lag er auf der Strasse rum oder was?< Warum war er denn so sauer? >Nein in einer Komode. >Und was bringt dich dazu in meinen Sachen zu schnüffeln?< >Ich, ich wollte doch nur schauen. Mir ging es gerade nicht gut und der Text hat so gepasst und und...< Ich wusste nicht, wie ich es weiter begründen sollte, also stellte ich eine Gegenfrage: >Was ist denn überhaupt so schlimm daran? Ich habe doch schon so oft Texte von dir gelesen...< >Aber noch nie so einen.< flüsterte er, so dass ich jetzt gar nicht mehr wusste, was ich von der Situation halten sollte... >Was ist an dem Text so besonders?< >Willst du es wirklich wissen?< Eigentlich wollte ich es nicht wissen. Ich hatte andere Sorgen, aber David macht mir den Eindruck, als würde er es gerne loswerden, deshalb meinte ich: >Ja, wenn du es erzählen willst.< Er setzte sich auf mein Bett. (Wieso nahmen eigentlich immer alle das Bett? Ich hatte doch 2 Stühle im Zimmer.) und fing an: >Bill, ich habe noch nie mit jemanden darüber gesprochen, aber ich denke, mit dir kann ich darüber reden, denn du bist ja in so einer ähnlichen Situation.< Ok, jetzt hatte er mich wirklich neugierig gemacht, jetzt wollte ich es tatsächlich wissen. >Meinst du das mit Tina?< Er nickte. >Hattest du auch eine Freundin, als du berühmt warst?< Wieder nickte er. >Aber warum willst du dann, dass ich mich von Tina trennen? Dann musst du doch verstehen, dass ich mit ihr zusammen bleiben will.< >Tue ich auch und genau deshalb sollt ihr euch ja trennen.< Bitte was? Also jetzt stand ich wohl etwas auf der Leitung. Hatte ich was nicht mitgekriegt? Das war doch jetzt voll der Gegensatz, oder?! >Erst wussten die Fans auch nichts von uns, doch dann haben sie es rausgekriegt und es gab erste Drohungen. Wir nahmen das nicht so Ernst und sind trotzdem zusammen geblieben. Doch die Drohungen nahmen zu. Und dann eines Tages waren wir gerade spazieren, da kam jemand von hinten und hat mit Steinen geworfen. Sie wurde am Kopf getroffen und musste ins Krankenhaus. Ab da war uns klar, dass wir uns nicht mehr sehen konnten und sie war sogar noch sauer auf mich, sie meinte, es sei alles meine Schuld, weil ich die Berühmtheit ihr schon immer vorgezogen hätte und was weiß ich, was sie mir noch vorgeworfen hatte.< Also ich hatte mit vielem gerechnet, aber damit definitiv nicht. >Verstehst du mich jetzt Bill? Ich weiß, wie sehr du sie liebst, aber ich weiß auch, dass eure Fans noch krasser sind, als es unsere waren. Also wenn du sie wirklich liebst, dann trennst du dich von ihr, es ist das Beste für euch beide.< Ich wollte noch etwas sagen, doch er war schon gegangen. Betroffen saß ich auf meinem Bett. Ich hätte nie gedacht, dass David so etwas passiert war und es tat mir plötzlich alles furchtbar leid. Dass ich den Songtext genommen hatte und dass ich mit Tina zusammen war. Es musste ihn total an seine Freundin erinnert haben...

Aber eigentlich nutzte mir das alles jetzt auch nicht mehr viel. Wir würden uns so oder so im Streit trennen. Er hätte es mir vor 2 Stunden erzählen sollen, dann hätte ich mit Tina geredet und wir wären da schon auseinander gegangen und es hätte diesen dummen Streit nicht gegeben, obwohl, war es nicht egal, ob wir uns nun im Streit trennen würden oder nicht? Getrennt würden wir so oder so sein... Wie sollte ich das nur aushalten? War es das alles wirklich wert? War ich den ganzen Starrummel nicht schon längst satt? Hatte ich überhaupt noch Lust auf das ganze? Auf solche Fans, die mir es nicht mal gönnten glücklich zu sein...


Kapitel 34:


Bills Sicht:
Heute war es soweit, Tina würde gehen und nie mehr zurückkommen. Sie hatte sich nicht einmal verabschiedet... Auch wenn wir uns gestritten hatten, ich wollte sie doch wenigstens noch einmal in den Arm nehmen und ihr einen letzten Kuss geben, aber anscheinend konnte sie darauf verzichten...
Ich stand am Fenster und schaute auf die Straßen. Es waren mehrere hundert „Fans“ gekommen und warteten darauf, was geschehen würde. Irgendwoher hatten sie mal wieder rausgekriegt, dass Tina heute gehen musste. Als sie das Hotel verließ, fingen sie an zu buhen und schrien: >Tschüss Schlampe!< Egal was passieren würde, wenn ich gleich da unten auftauchen würde, ich musste hin. Ich rannte los und gerade als ich unten angekommen war, ging David auf Tina zu und meinte: >Wie wär‘s übrigens, wenn wir mal einen Song aufnehmen würden, ich meine deine Stimme ist ja echt nicht schlecht.< Entgeistert schaute sie ihn an. >Sag mal, hast du nichts besseres zu sagen? Ich verlasse gerade den, den ich so sehr liebe und du fragst mich, ob wir einen Song aufnehmen wollen??? Findest du nicht, dass du den Zeitpunkt etwas falsch gewählt hast?< >Na ja ich geb dir dann mal mein Kärtchen, falls du es dir doch noch anders überlegst.< Damit ging er und Tina wollte weiter laufen. >Tina warte!< Sie drehte sich um und ich sah, wie eine einzelne verlassene Träne über ihre Wangen lief und schließlich in einer Pfütze landete. Ihr Blick traf meinen und ich spürte ein Stechen in meinem Herz. >Du kannst doch nicht einfach so gehen.< Sie kam auf mich zu und strich mir sanft über die Wange. >Doch das kann ich Bill, das muss ich.< Sie probierte das Weinen zu unterdrücken, doch da kullerte noch eine zweite und dritte Träne über ihr Gesicht. Als die Fans das sahen, wurden sie ruhig, aber nicht, weil sie Mitleid hatten, sondern nur, weil sie hören wollten, was wir noch zu sagen hatten und bei manchen sah ich sogar ein Grinsen im Gesicht.
Doch wir sagten nichts mehr. Sie gab mir noch einen flüchtigen Kuss, dann drehte sie sich weg und ging. Bevor sie allerdings ins Taxi stieg, dass sie und Lotte zum Flughafen bringen sollte, drehte sie sich noch mal Richtung Fans und rief: >Und seid ihr jetzt glücklich? Freut ihr euch jetzt, dass ihr Bill so unglücklich gemacht habt? Den, den ihr ja angeblich so doll liebt?< Die Blicke der Fans wurden betroffener und das Grinsen verschwand, aber das interessierte sie nicht mehr, sie war schon weg. Ich brach zusammen und weinte. Da kam Tom auf mich zu, legte seinen Arm um mich und zog mich Richtung Hotel und gerade, als ich die Tür aufmachte, hörte ich noch ein leises >Scheiße, wir haben alles vermasselt.< von einem Mädchen. Das fiel ihnen aber früh auf... Wie froh ich doch war, dass ich wenigstens Tom noch hatte. Und er sollte das organisiert haben mit der Bravo, nie im Leben.
Als wir aus dem Fahrstuhl stiegen, kam uns David entgegen.>Ab morgen geht alles wie geplant weiter. Wir fahren morgens um 4 los und dann gebt ihr das nächste Konzert.< Fassungslos schaute ich ihn an. >Tut mir leid Jungs, aber irgendwann muss es doch normal weitergehen. Außerdem tut die Ablenkung dir bestimmt gut Bill, glaub mir.<
Eigentlich hatte er ja Recht, Ablenkung konnte ich echt gut gebrauchen. Endlich wieder vor unseren Fans spielen, vergessen was war. Aber konnte ich noch ganz normal vor ihnen spielen, nachdem was passiert war, was sie getan hatten?!

 

Kapitel 35:

Toms Sicht:

Als ich Bill am Boden liegen sah, tat er mir so leid. Alles war nur wegen mir. Morgen musste er sogar schon wieder Konzerte spielen.

Aber nicht nur Bill tat mir leid, ich mir selber auch. Lotte war weg und würde nie mehr wiederkommen. Ich war noch nie wirklich verliebt außer in sie. Nicht mal anrufen konnte ich sie, sie hatte ihre Nummer aus meinem Handy gelöscht, wie konnte sie nur so hart sein?

Andi meinte ich müsse sie einfach vergessen und mein Leben so weiterleben wie ich es vorher auch getan hatte, ein paar Groupies abschleppen und dann würde ich sie ganz schnell wieder vergessen, aber das wollte ich nicht, erst jetzt merkte ich, was für ein unerfülltes Leben das doch gewesen war....

Traurig schaute ich auf ein Bild von ihr...Ich weiß, ich hatte sie nicht wirklich lange gekannt, aber lange genug um zu wissen, dass sie meine Traumfrau war...

Doch nun war es vorbei, endgültig vorbei, ich würde sie nie mehr wiedersehen...

Lottes Sicht:

Traurig lag ich auf meinem Bett und dachte nach. Die ganze Fahrt über hatten Tina und ich uns angeschwiegen, was sollten wir auch sagen? Als ich die Poster von Tom an meiner Wand sah, ging ich auf eins zu. "Es tut mir so unendlich leid, was passiert es, aber ich werde dich vergessen müssen." Dann riss ich es ab und warf es in den Müll. In dem Moment bekam ich eine SMS von Tina, in der nur drin stand: "Mach sofort VIVA an." Ich schaltete den Fernseher an und was ich da sah, überraschte mich voll und ganz. Wie Tina wohl reagiert hatte? Ich hoffte so sehr positiv, dann könnte auch ich wieder zu Tom zurück und wir wären glücklich. Ein klein Moment zauberte mir dieser Gedanke sogar ein Lächeln auf die Lippen, ich holte das Poster wieder raus und drückte es an mich, wir würden es schaffen.

Bills Sicht:

"Wir sind jung und nicht mehr jugendfrei, tut mir leid, ich weiß, wir sollen nicht, doch wir fang schon mal zu leben an...." Nun stand ich wieder hier und sang, sang als sei nie was passiert. Die Halle war sogar ausverkauft und die Fans waren lauter denn je. Früher hätte mich das alles gefreut, aber jetzt in dem Moment wollte ich das nicht, ich weiß, nicht alle waren so gewesen, aber der Großteil. Jedes Mädchen was ich sah, sah auf einmal aus wie Tina, alles begann sich um mich herum zu drehen und es wurde schwarz, ich konnte mich gerade noch so an dem Mikroständer festhalten. Tom kam auf mich zugestürzt. "Was ist los Bill? Sollen wir aufhören?" "Nein es geht schon." Stotterte ich. "Können wir ich bin nicht ich spielen?" Er nickte nur und gab den anderen beiden ein Zeichen. Das war der Song für Tina, den ich auf dem Konzert für sie gespielt hatte, als wir uns wiedergesehen hatten. Ich beruhigte mich wieder etwas, bis ich plötzlich ein Plakat sah, wo draufstand: Tina & Bill Ihr gehört zusammen, es tut uns leid, was passiert ist. Fassungslos schaute ich das Plakat an und als Ich bin nicht ich vorbei war, las ich es laut vor um zu schauen, was passieren würde. Erst wurde alles still, dann schrie jemand: "Ja!" Und plötzlich klatschten alle. Sie gaben uns also wirklich noch eine Chance. Mit Tränen in den Augen sagte ich: "Ihr seid also doch die besten Fans, die es gibt. Danke!" Das Konzert ging wir gewohnt weiter, der einzige Unterschied war, dass es noch nie eine so gute Stimmung zwischen Band und Fans gab und ich noch nie so glücklich auf einem Konzert war.

Kapitel 36:

Tinas Sicht:

Als ich zu Hause ankam, brauchte ich dringend Abwechslung, ich wollte keine Sekunde an Bill denken müssen. Doch natürlich wurde mir mal wieder ein Strich durch die Rechnung gemacht, denn als ich den Fernseher anschaltete, kam ein Konzert von TH bei VIVA. Bei Ich bin nicht ich wurde plötzlich ein Plakat hochgehalten, schnell schickte ich Lotte eine SMS, damit sie es auch sehen konnte.
Ich bekam ein kleines Kribbeln in meinem Bauch und mein Herz klopfte lauter denn je, aber gleichzeitig sagte mein Verstand mir, mach es aus, aber ich konnte nicht, wie gebannt schaute ich auf den Fernseher. Als Bill es dann auch noch vorlas und alle Fans zustimmten, konnte ich mein Glück kaum noch fassen.
Wenig später klingelte dann auch mein Handy. Aufgeregt saß ich auf meinem Bett und starrte den Display des Handys an, dann nahm ich all meinen Mut zusammen und nahm ab. „Hallo?“ „Hi hier ist Bill.“ „Hey.“ „Weißt du warum ich anrufe?“ „Ich würd mal sagen wegen dem Plakat.“ „Ja. Ich bin so froh, dass wir wieder zusammen sein können.“ „Können wir darüber reden, wenn du wieder da bist?“ „Äh ja wieso? Findest du es nicht gut?“ „Doch doch, aber ich will nicht am Telefon darüber reden.“ „Na ja ok. Also ich komm in 5 Tagen wieder, dann besuch ich dich ja?“ „Ok bis dann.“ Und schon hatte ich aufgelegt. Was war das denn für eine Aktion? Bin ich total bescheuert? Ich hätte mich doch freuen müssen... Aber irgendwie konnte ich das nicht... Es wäre das dritte Mal, dass Bill und ich zusammen wären, würde es klappen?
Nacht exakt 5 Tagen um Punkt 5 Uhr klingelte es an der Haustür. Mit zitternden Knien öffnete ich. Und Bill nahm mich sofort in die Arme. Es war ein schönes Gefühl, doch zugleich merkte ich, dass es falsch war. In meinem Zimmer angelangt fragte er: „So was wolltest du denn noch mit mir besprechen?“ „Also...“ Begann ich vorsichtig. „Erst habe ich mich auch darüber gefreut, aber dann kamen meine Bedenken. Würden wir es wirklich nochmal schaffen? Es wäre das 3. Mal, dass wir zusammen kommen würden. Und jetzt sehen die Fans das noch so, aber was ist in einem Monat? Geht dann der ganze Stress mit Verstecken wieder los? Hatten die Fans das nur gesagt, weil sie Mittleid mit dir hatten, was vielleicht bald wieder vorbei ist? Oder weil sie Angst hatten, dass du aus Tokio Hotel aussteigst? Verstehst du was ich meine Bill? Es ist einfach zu viel passiert in letzter Zeit. Ich glaube nicht, dass wir diese neue Chance noch nutzen könnten. Das dritte Mal ist einfach einmal zu viel.“ Betreten schaute er an die Wand. Da meinte er plötzlich: „Du willst also, dass endgültig Schluss ist?“ „Ja, so leid es mir auch tut und so sehr ich dich auch liebe.“ „Wenn du mich wirklich lieben würdest, hättest du dich über diese Chance gefreut.“ Damit verließ er mein Zimmer.
Konnte er es nicht verstehen? Oder wollte er es nur nicht? Traurig legte ich mich auf mein Bett. Nun war wirklich alles zerstört, war es das, was ich wollte? Hätte ich mich besser gefühlt, wenn ich es ihm nicht gesagt hätte? Ich erinnerte mich an die Situation, als ich das letzte Mal auf meinem Bett lag, an dem Tag, wo ich Durch den Monsun das Erstemal im Fernseher sah. Ich holte nochmal die Kiste unter meinem Bett hervor und sah mir die Sachen darin an. Da musste ich fürchterlich anfangen zu weinen. Warum konnte ich nie Glück haben? Warum war bei mir immer alles so schwer? Ich sah die CD von Yvonne Catterferld Erinner mich dich zu vergessen. Ich hatte sie dazu gelegt, weil ich das Lied gehört hatte, als es mir so schlecht ging mit Bill und jetzt war wieder der Zeitpunkt, andem ich es hörte. Denn ich musste ihn mal wieder vergessen und diesmal für immer, auch wenn es jetzt noch schwerer werden würde, weil ich ihn wohl ständig im Fernseher sehen würde oder mich Leute darauf ansprechen würden.

Erinner’ mich,
Die Träume nicht mehr zu teilen.
Erinner’ mich,
Es geht mir besser allein.
Erinner’ mich,
Frei zu sein.


Mir würde es besser gehen ohne ihn, ich weiß, aber es war trotzdem schwer für mich, denn er war für immer gegangen und würde nie mehr wieder kommen.

Ende