.: blue sky :.

                  

Kapitel 11:

Tinas Sicht:

Als ich Bill auf dem Sofa sitzen sah, war ich erst total geschockt und als er dann noch anfing meiner Mutter alles zu erzählen, war ich richtig wütend und wollte gerade etwas sagen, als er total süß wurde, er meinte wie sehr er mich doch lieben würde und dass er nun aber denke, dass ich ihn hassen würde und das konnte ich einfach nicht ertragen, ich brachte aber auch nicht mehr als ein nein raus. Das reichte aber schon, er kam auf mich zu und nahm mich in den Arm. Ich war so glücklich wie schon lange nicht mehr. Wir lagen noch lange zusammen auf dem Sofa, bis er dann leider gehen musste. Jetzt war es aber wieder soweit, ich wollte um drei zu ihm gehen und es war halb zwei. Ich stand in meinem Zimmer vor dem Spiegel und schminkte mich, in dem Moment dachte ich daran, dass Bill wohl gerade dasselbe tat und ich musste wieder einmal lächeln. Da klingelte das Telefon, ich wollte gerade drangehen, doch meine Mutter kam mir zuvor. Ich hörte nur ein: „Wer? Tina? Nein, sie ist nicht da.“ Was sollte das denn bitte, ich rannte nach unten und wollte gerade etwas sagen, da legte sie ihren Finger auf den Mund, damit ich ruhig bin, also sagte ich auch nichts und als sie aufgelegt hatte, stellte ich sie zu Rede: „Wer war das? Warum hast du gesagt, dass ich nicht da bin?“ „Es war Mareike und du weißt jawohl ganz genau, was sie wissen wollte.“ „Oh, ja danke.“ entschuldigend lächelte ich sie an und ging wieder in mein Zimmer. Um viertel vor drei machte ich mich aufgeregt auf den Weg. Ich klingelte und Simone öffnete mir, sie war diesmal nicht sehr gesprächig, aber ich machte mir keine Gedanken darüber. Ich ging nach oben, als ich Tom bei Bill im Zimmer sah und beide schauten nicht sehr glücklich aus. „Hallo.“ „Oh hallo Tina.“ Sagte Tom schnell, von Bill kam auch nur ein kurzes Hi, was mich etwas verwunderte. „Ähm, also komm ich gerade ungelegen?“ „Ja.“ Meinte Tom, das hatte ich nun wirklich nicht erwartet auch Bill guckte etwas entsetzt. „Boah jetzt reicht’s Tom, jetzt kannst du dir abschminken, dass ich dir helfe.“ „Aber...“ weiter kam er nicht, denn da meinte Bill schnell: „Wenn du Tina so dumm anmachst, dein Problem.“ Wütend rauschte Tom aus dem Zimmer, im Vorbeigehen fing ich mir noch einen bösen Blick von ihm ein. Bill kam auf mich zu und nahm mich in den Arm, er flüsterte mir noch ein leises Sorry ins Ohr und setzte sich dann aufs Bett, ich ging auf ihn zu und legte meinen Arm um ihn: „Was ist los?“ „Ach, es ist eigentlich gar nichts Wichtiges, komm wir wollen unsere Zeit doch nicht verschwenden.“ „Wir verschwend...“ doch diesmal wurde ich unterbrochen „Du bist so ein verficktes Arschloch ey.“ „Was war das?“ fragte ich geschockt. Bill seufzte laut. „So geht das hier im Moment fast jeden Tag ab. Das ist eine von Tom’s Tussen. Jeden Tag fickt der mit ner neuen und ich soll ihm dann immer helfen, sie zu vertreiben, darüber haben wir eben auch schon wieder diskutiert, weil ich hab da einfach keinen Bock mehr drauf. Deshalb streiten wir uns auch oft in letzter Zeit...“ er senkte den Kopf, meinte jedoch schnell: „Egal, jetzt bist du hier und wir wollen nicht weiter über Tom reden.“ An seinem Tonfall hörte ich, dass er es wirklich so meinte, also wechselte ich schnell das Thema: „Was ist eigentlich mit der Presse? Also sagst du ihnen etwas von uns?“ „Ich weiß nicht, darüber habe ich auch schon nachgedacht, willst du denn?“ Ja gute Frage, nächste Frage. Ich wollte zwar eigentlich schon, dass es alle wussten, aber irgendwie auch nicht, weil ich wurde in der Schule ja schon fertig gemacht, nur weil ich mit Bill mal zusammen war, was würde dann erst jetzt passieren? Aber er sollte mich doch auch nicht verleugnen... Sollte ich ihm das so erzählen? Er merkte wohl, dass ich nicht so richtig wusste, was ich sagen sollte, also meinte er: „Was ist los? Hast du Angst vor den anderen?“ ich nickte leicht, wusste aber nicht was ich sagen sollte, da redete Bill schon weiter: „Aber trotzdem willst du eigentlich, dass die andern es wissen?“ Er war so süß, er konnte mir echt alles von den Augen ablesen. Ich nickte wieder vorsichtig und dann sagte er: „Also wir behalten es erst Mal für uns und wenn du dann irgendwann willst, dass die anderen es wissen, dann sagen wir es allen.“ „Okay, danke.“ Ich gab ihm einen Kuss und Bill erwiderte ihn erst vorsichtig, dann wurde er leidenschaftlich, genauso wie früher. Wir legten uns aufs Bett und der Kuss wurde noch leidenschaftlicher und wilder. Irgendwann zog er mir mein Pulli aus und küsste mich am Bauch, er ging immer höher, bis er an meiner Brust angelangt war, sanft streichelte er mich am Bauch und küsste meine Brüste weiter. Dann ging er zu meiner Hose, er schaute mich fragend an, doch ich schüttelte den Kopf. „Noch nicht.“ Er nickte und wir küssten uns weiter. Er war echt perfekt. Er konnte einem alles von den Augen ablesen, man konnte mit ihm reden, man konnte mit ihm lachen und er nahm immer Rücksicht auf einen. „Also irgendwie bist du heute nicht ganz da, oder?“ Ich lächelte leicht: „Sorry, ich habe gerade nachgedacht. „An was denn?“ „Wie froh ich bin, dass ich dich hab. Du bist echt perfekt.“ „Na ja, also...“ Schnell legte ich ihm mein Finger auf die Lippen und er lächelte. Er sah so süß aus, wenn er lachte. Da klingelte sein Handy. „Hallo? Was? Jetzt? Nein, das geht nicht. Ja weil halt. Aber. Ey nee. Wart mal kurz.“ Er hielt den Hörer weg und meinte dann zu mir: „Es tut mir echt leid, aber da ist David am Telefon und er will mich gleich abholen, damit wir ins Studio fahren können. Er will noch etwas an einem Song ändern.“ „Kann man halt nichts machen.“ Meinte ich etwas enttäuscht. „Es tut mir leid.“ Bill guckte total verzweifelt, er wusste wohl nicht, was er machen sollte, einerseits wollte er mich nicht alleine lassen, andererseits wusste er, dass er ins Studio musste. „Geh ruhig, ist nicht so schlimm.“ Aufmundert schaute ich ihn an. „Wirklich?“ „Ja. Ist nicht so schlimm.“ Er nahm wieder sein Handy in die Hand. „Ja okay. Wann bist du da? Was in 10 min? Oh ok. Gut bis dann.“ Wir redeten noch eine Weile und dann hörten wir schon, wie die Haustür aufgemacht wurde. „Er ist da.“ „Gehen wir runter?“ „Bleib lieber hier oben, ich weiß nicht, was David dazu sagt.“ „Na gut okay.“ „Danke Maus. Ich liebe dich.“ „Ich dich doch auch.“ Wir küssten uns noch kurz und dann ging er.“ Jetzt saß ich hier in seinem Zimmer und wartete, dass David und Bill das Haus verließen. Da sah ich einen Zettel auf seinem Schreibtisch, ich wollte ihn gar nicht lesen, doch da sah ich meinen Namen, also las ich es mir doch durch:

Ich bin so froh, dass ich wieder mit Tina zusammen bin, doch gleichzeitig weiß ich, dass es falsch ist. Ich glaube, ich hätte ihr so etwas nie verzeihen können. Doch sie tut es. Ich fühle mich ihr gegenüber so schuldig. Außerdem sind wir nur so selten zu Hause, das heißt, ich kann sie nicht mehr so oft sehen, dann sitzt sie alleine zu Hause und ich fühle mich wieder so schuldig. Ich halte das alles nicht aus. Ich will doch nur, dass sie glücklich ist, doch ist sie das?

Es stand noch mehr da, aber das wollte ich nicht mehr lesen, denn das ging mich wirklich nichts an. Aber er hatte Recht, ich hatte noch gar nicht darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn er nicht mehr so oft da ist. Ich hatte es einfach verdrängt. Können wir nicht einfach glücklich zusammen sein und wenn er dann weg ist, entscheiden wir neu? Und außerdem bin ich doch glücklich, ich habe ihm verziehen und auch wenn er denkt, er hätte das nicht geschafft, es ist doch egal, ich habe es geschafft und das ist doch die Hauptsache. Das musste ich ihm nur noch verständlich machen, doch wie? Vielleicht könnte mir Tom helfen? Oder ist er noch sauer? Weil ich aber einfach keinen anderen Ausweg wusste, machte ich mich auf den Weg zu Tom. Als ich vor seiner Tür stand, hörte ich Stimmen und was ich da mitanhören konnte, verdutze mich etwas.


 

Kapitel 12:

Tina’s Sicht:

Ich weiß, dass es scheiße war und ich will es ja auch eigentlich gar nicht, aber es passiert trotdzem jedes Mal wieder. Ich bin voll am Ende und du machst mich jetzt auch noch fertig, man ey und so was nennt sich bester Freund. Ich kann mit Bill nicht mehr reden und mit dir jetzt auch nicht mehr.....Was? Warum ich mit Bill nicht mehr reden kann? Na weil er nur noch diese Tina im Kopf hat, er redet von nichts anderem mehr, wie früher auch. Boah des nervt. Am liebsten würde ich das gleiche nochmal machen.

Was meinte er denn damit? Ich beschloss doch nicht zu ihm ins Zimmer zu gehen. Also ging ich nach unten und lief nach Hause. Den ganzen Weg über überlegte ich, was Tom wohl damit gemeint haben könnte, mit dem am liebsten würde ich das gleiche nochmal machen... Zu Hause angekommen, schmiss ich mich erst Mal vorn Fernseher. Nach 10 min klingelte mein Handy, es war eine SMS von Bill:Hi Maus

Bin noch im Studio, tut mir total leid wegen eben,

dass ich einfach so gehen musste.

Ich hab David jetzt erzählt, dass wir wieder zusammen sind,

er ist nicht so erfreut darüber, aber wenn wir es geheim halten,

ist es ok. Wenn du willst, kannst du morgen so um vier ins Studio kommen

Lieb dich Bill Hach, dieser Typ war einfach nur geil. Schnell schrieb ich zurückHi Schatz

War doch nicht so schlimm.

Klar, ich komme gerne morgen

Lieb dich TinaDa fiel mir ein, dass ich ja noch mal Lotte anrufen musste, weil sie wusste ja noch gar nichts davon. Also nahm ich mir das Telefon mit in mein Zimmer und telefonierte über 2 Stunden mit ihr, ich erzählte ihr alles bis auf’s kleinste Detail. Sie wusste zu allem etwas zu sagen, nur die Sache mit Tom konnte sie sich auch nicht erklären.

Als meine Mutter nach Hause kam, wollte sie natürlich auch alles wissen und ich erzählte ihr auch alles, denn schließlich war ich ja nur wegen ihr wieder mit Bill zusammen, weil sie ihn reingelassen hatte. Ich erzählte ihr es ihr zwar nicht so genau wie Lotte, aber auch ziemlich ausführlich.

Am nächsten Morgen wachte ich schon total früh auf, weil ich so aufgeregt war. Ich blieb noch etwas liegen, doch um 11 Uhr hielt ich es nicht mehr aus, also ging ich eine Runde joggen. Bevor ich losging, setzte ich mir noch eine Kappe auf, damit mich nicht alle erkennen konnten. Nach 2 Stunden war ich total fertig, so dass ich mich auf eine Bank im Park setzte. Ich hatte die ganze Zeit darüber nachgedacht, was Tom wohl gestern gemeint hatte, ob ich es Bill erzählen sollte und wie ich ihn davon überzeugen konnte, dass ich glücklich war. Aber mir war rein gar nichts eingefallen. Als wieder eine halbe Stunde vergangen war, machte ich mich auf den Heimweg.

Zu Hause saß meine Familie schon am Tisch und aß zu Mittag, erst da wurde mir bewusst, was für einen Hunger ich eigentlich hatte. Ich wollte gerade duschen gehen, da fiel mir ein, dass ich gar keine Ahnung hatte, wo das Studio eigentlich lag, also schrieb ich Bill schnell eine SMS, weil er aber als nicht antwortete, beschloss ich doch erst duschen zu gehen. Ich war gerade fertig, da vibrierte mein Handy, na endlich. Toll, da hatte er mir jetzt eine Straße genannt, aber ich hatte doch gar keine Ahnung, wo die war. Hätte er mir das nicht etwas genauer erklären können? Ich war eh schon unter Zeitdruck, jetzt musste ich auch noch herausfinden, wo diese Straße war. Um viertel vor vier machte ich mich auf den Weg, erst wollte ich rennen, doch dann dachte ich, dass meine Frisur ja dann total ruiniert war, als ich dann aber um zehn vor auf die Uhr schaute und ich noch einen langen Weg vor mir hatte, beschloss ich doch zu rennen. Um fünf nach kam ich dann völlig außer Atem an. Natürlich fand ich den Eingang nicht, ich war mit den Nerven völlig am Ende, bis mir Bill entgegen gelaufen kam. Zusammen gingen wir ins Studio und froh endlich da zu sein, ließ ich mich auf einen Stuhl fallen. Erst jetzt sah ich mir Bill genauer an und da fiel mir auf, dass er ja die ganze Zeit eine Kappe getragen hatte. Wieso trägst du selbst hier drinnen eine Kappe? fragte ich schmunzelnd. Willst du es wirklich wissen? oh man, ließ der mich lange zappeln, weil ich ihm das aber nicht so durchgehen lassen wollte, meinte ich kurzerhand: Nee, eigentlich nicht. Wo ist denn eigentlich David? Das hatte Wirkung, beleidigt drehte er sich weg: Du interessierst dich also nicht dafür? Doch natürlich, ich wollte nur nicht, dass du mich so lange zappeln lässt. meinte ich lachend. Er kam auf mich zu und kitzelte mich durch: Ey lass das. Nein, Strafe muss sein. sagte er nun auch lachend. Da zog ich ihm kurzerhand die Kappe vom Kopf: W-was hast du gemacht??? Gefällt es dir nicht? Doooooch und wie. Es sieht hammergeil aus!!! Er hatte sich doch tatsächlich die Haare verlängert. Danke. er wurde ganz rot, wobei ich dann wieder lachen musste. Da kam schon David: Hallo. Er streckte mir seine Hand hin. Ich nahm sie auch und sagte auch schnell Hallo. Also Bill, ab in die Kabine, wir wollen anfangen. Beim Gehen, flüsterte er mir noch ins Ohr: Diesen Song habe ich für dich geschrieben vor einem Jahr. Ich wollte etwas erwidern, aber er war schon weg. David ging auch in einen anderen Raum und sagte mir ich solle mitkommen. Wir setzten uns, Bill setzte seine Kopfhörer auf, die Musik fing an und er begann zu singen.

Keiner mehr da der mich wirklich kennt
Meine Welt bricht grad zusammen
Und es läuft n Happy End
Um dich weinen soll ich nicht
Ich weiß unsterblich sind wir nicht
Aber du hast mal gesagt

Wenn nichts mehr geht
Werd ich ein Engel sein
Für dich allein
Und dir in jeder dunklen Nacht erscheinen
Und dann fliegen wir
Weit weg von hier
Wir werden uns nie mehr verlieren

Bis du mir das erste Mal erscheinst
Stell ich mir vor dass du von oben
Mit den Wolken für mich weinst
Ich wart unendlich lang auf dich
Doch so unendlich ist das nicht
Denn du hast mal gesagt

Wenn nichts mehr geht
Werd ich ein Engel sein
Für dich allein
Und dir in jeder dunklen Nacht erscheinen
Und dann fliegen wir
Weit weg von hier
Wir werden uns nie mehr verlieren
Nie mehr verlieren

(Wenn nichts mehr geht)

Denk nur an mich und du siehst
Den Engel der neben dir fliegt
Denk nur an mich und du siehst
Den Engel der neben dir fliegt

Wenn nichts mehr geht
Werd ich ein Engel sein
Für dich allein
Und dir in jeder dunklen Nacht erscheinen
Und dann fliegen wir
Weit weg von hier
Wir werden uns nie mehr verlieren
Wenn nichts mehr
Wenn nichts mehr geht
Wenn nichts mehr
Wenn nichts mehr geht

Danach war ich echt den Tränen nahe. Er hatte es so schön gesungen. Zum Schluss sagte er noch ins Mikro: Ich bin so froh, dass es dich gibt mein Schatz, will dich nie verlieren. Das Lied ist nur für dich. Ich rannte zu ihm in die Kabine und fiel ihm um den Hals, es war einfach nur wunderschön.

Wir gingen in einen anderen Raum und redeten und küssten uns die ganze Zeit, bis schließlich David zu uns kam und Bill bittete mal rüber zu kommen. Also saß ich alleine da und wartete. Nach einer viertel Stunde war er endlich wieder zurück. Er hatte eine CD in der Hand und gab sie mir. Vorne war ein Bild von uns zwei. Drunter stand Wenn nichts mehr geht, damit du weißt wie sehr ich dich liebe. Ich hätte heulen können vor Glück. Dieser Tag war einfach unbeschreiblich schön. Jetzt sah ich auch den richtigen Zeitpunkt gekommen, also sagte ich zu ihm: Du bedeutest mir mehr als alles andere auf der Welt. Ich bin so glücklich, dass ich dich habe und das was vor einem Jahr passiert ist, streichen wir einfach weg, ok? Bitte vergess es auch einfach alles. Ich bin wirklich die glücklichste Person auf Erden. Ich gab ihm einen langen Kuss und er nickte nur. Dann meinte er: Hast du gelesen, was ich geschrieben habe? Ich errötete leicht und senkte den Kopf: Ja, aber nur die Stelle über mich, den Rest nicht. Tut mir echt leid, aber als ich meinen Namen sah, musste ich es einfach lesen. Nicht schlimm, ich glaube ich hätte es auch getan. Und ich glaube dir wirklich, dass du glücklich bist, sonst könntest du nie so strahlen. Ich wünschte, der Augenblick würde nie vorüber gehen, doch irgendwie hatte ich auf einmal ein mulmiges Gefühl im Magen, wenn ich an die Zukunft dachte, ich verdrängte es aber schnell und wir machten uns noch einen schönen Abend zusammen....

Kapitel 13:

Tina’s Sicht:

Jetzt waren wir schon zwei Monate zusammen und alles lief super. Meine Familie wusste nun auch Bescheid, aber alle hatten versprochen, dass sie niemanden etwas erzählen würden. Und sie hatten sich bisher auch dran gehalten.

Ich hatte auch endlich Georg und Gustav mal richtig kennen gelernt, ich verstand mich super mit ihnen, deshalb war ich auch oft bei ihnen im Studio, selbst mit David verstand ich mich gut, nur Tom hatte irgendein Problem mit mir. Aber das war mit mittlerweile ziemlich egal geworden. Wenn wir nach draußen gingen musste Bill sich zwar verkleiden, aber das war nicht schlimm. Ich lachte sogar immer darüber, wobei er immer etwas säuerlich wurde, er sagte dann immer: Ich kann auch nichts dafür. Dann bleiben wir halt zu Hause, wenn du nicht raus willst. Ich gab ihm dann immer einen Kuss und alles war wieder gut, auch wenn ich innerlich noch einen Lachanfall hatte.

Gestern kam er ganz überraschend in mein Zimmer, ich freute mich total, weil ich die ganze Zeit Chemie gelernt hatte und ganz froh über so eine Ablenkung war. Wir gingen in den Park an unsere Lieblingsstelle, es war eine Bank im Park direkt an einem See, es war einfach wunderschön. Wir setzten uns hin und redeten eine Weile, bis Bill plötzlich schwieg Was ist los? wollte ich wissen. Ach nichts, ich will einfach die Zeit noch etwas mit dir genießen, solange es noch geht. Was meinte er denn damit? Wieso geht es bald nicht mehr? fragte ich schockiert. Wir sind ja im Moment schon oft weg und wir sehen uns selten. Ja aber das macht doch nichts, wir telefonieren doch auch total oft, ist doch alles kein Problem. Ja schon, aber... Was aber? David hat uns gestern gesagt, dass wir Durch den Monsun jetzt auch in anderen europäischen Ländern veröffentlichen und auf Promotiontour gehen. Das heißt was? Ich wusste die Antwort, wollte sie aber nicht wahr haben, ich hoffte immer noch, es ging um etwas anderes, doch diese Hoffnung nahm er mit kurzerhand weg indem er sagte: Wir können uns noch seltener sehen und ich habe weniger Zeit zum Telefonieren. Wenn es mal ganz schlimm wird, können wir uns vielleicht nur zweimal im Monat sehen. Also doch, warum musste gerade ich einen Popstar als Freund haben. Glaubst du, wir schaffen das? Wir schaffen das bestimmt, meinte er. Ich nickte nur und da lief mir schon eine Träne über die Wange, sanft strich er sie weg. Alles wird gut. Ich nickte wieder und so saßen wir schweigend da, bis ich fragte, wann er denn weg müsse. Also wahrscheinlich in einer Woche. Oh, das ging aber schnell, aber was blieb mir anderes übrig als wieder zu nicken. Es tut mir so leid, aber ich kann wirklich nichts machen. Wir schaffen das und jetzt wird kein Trübsal geblasen, wir müssen unsere letzten Tage zusammen genießen. Er lächelte mich an und man merkte, dass ihm ein Stein vom Herzen gefallen war, als ich dies sagte, das munterte mich auch wieder etwas auf. Als er dann noch vorschlug ins Kino zu gehen, war meine Laune fast wieder komplett hergestellt. Im Kino war es total schön. Der Film war spitze, wir lachten zusammen, küssten uns an romantischen Stellen und an traurigen Stellen kullerten uns ein paar Tränchen über die Wangen. Der Film ging um ein Mädchen und ein Junge, die total ineinander verliebt waren, sich aber nur selten sehen konnten, es erinnerte mich total an die Situation von Bill und mir, aber es gab ein Happy-End am Ende des Filmes und das gab mir die Hoffnung, dass bei uns auch alles gut werden würde.

Die nächsten beiden Tage verbrachten wir auch noch zusammen, bis ich wieder mal beim Lernen war, als meine Mutter reinkam und meinte, ich solle mal nach unten gehen und den Fernseher einschalten. Ich war etwas verwirrt machte es aber. Ich suchte alle Programme ab um das zu finden, was meine Mutter wollte, aber nirgends gab es etwas, also ging ich wieder hoch. Mum was sollte das denn jetzt? fragte ich sichtlich genervt. Nichts sollte nur ein Spaß sein. Haha bist du wieder lustig. Meinte ich nur ironisch und ging in mein Zimmer. Und was ich da sah, überraschte mich doch etwas. Alles war dunkel, nur ein paar Kerzen waren an, da sah ich eine Gestalt auf mich zukommen, diese machte Musik an und nahm mich in den Arm. Es war Bill, er gab mir einen Kuss und forderte mich dann zum Tanzen auf, es war Kyo mit Dernière danse. Wir tanzten eine Weile, bis Bill meinte: Ich muss doch schon morgen weg, es tut mir so leid. Er war so süß, obwohl er tanzen nicht mochte, hatte er es trotzdem gemacht, weil er wusste wie sehr ich tanzen liebte als Entschädigung, dass er schon früher wegmusste. Pscht. Machte ich nur und wir tanzten noch eine Weile weiter, bis wir uns aufs Bett fallen ließen. Wir fingen an uns zu küssen und es wurde noch ein wunderschöner Abend.

Als er gehen musste, kullerten mir ein paar Tränen über die Wangen. Hey Süße, wir sehen uns doch bald wieder. Und wann? Ich weiß es noch nicht, aber so schnell wie möglich, versprochen. Dann ging er und ließ mich einerseits traurig, weil er nicht mehr da war, andererseits glücklich, weil es noch so ein schöner Abend war, zurück.

Auf einmal merkte ich, dass es schon 22.00 Uhr war, also machte ich nochmal Kyo an und legte mich dann ins Bett. Nichts ahnend, was die nächsten Tage und Wochen noch alles passieren würde.

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Kapitel 14:

Tom’s Sicht:

Ey dieses Mädel machte mich verrückt. Warum war sie nur mit Bill zusammen? Ich habe seit 2 Moanten nicht mehr richtig mit ihm reden können. Okay davor hat er mich auch immer nur vollgeheult, weil er nicht mehr mit Tina zusammen war, aber immerhin hatten wir miteinander geredet, jetzt war alles ganz anders geworden. Immer wenn wir mal etwas Pause hatten, rief er sie sofort an. War sie jetzt so etwas wie ein Ersatz für mich? Gustav hat gesagt, einen Bruder könne man nicht ersetzen, schon gar nicht einen Zwillingsbruder und erst Recht nicht von einer Freundin. Ha der hatte gut reden, vor einem Jahr war es doch die gleiche Scheiße gewesen. Wann hat mir Bill das letzte Mal zugehört? Um ehrlich zu sein kann ich mich nicht dran erinnern. Bevor er mit Tina zusammen war, ging es darum, dass er sie süß findet, wie er mit ihr zusammen war, sagte er immer wie toll sie sei, wenn er überhaupt Zeit hatte mit mir zu reden, als dann Schluss war, wollte er sie immer zurück haben, jetzt hat er sie wieder und wer sitzt dumm da? Genau, ich.

Ich will ihn aber nicht noch Mal so verletzen wie letztes Jahr, ich weiß, die Aktion war falsch und dumm, aber ich war verzweifelt, was hätte ich anderes machen können? Ich wusste keinen Ausweg, klar, man kann sagen, ich hätte mit ihm darüber reden können, aber genau das habe ich doch immer und immer wieder erfolglos probiert. Als wir letztens auf dieser Party waren, hätte ich beinah den gleichen Fehler noch Mal gemacht, aber ich konnte mich zum Glück zurück halten, was heißt zum Glück? Eigentlich eher leider, denn noch einmal hätte sie es ihm nicht verziehen, nein einmal hätte eigentlich auch schon einmal zu viel sein müssen. Aber nein, die liebe Tina ist natürlich so toll, dass sie darüber hinwegsieht. Alles, wirklich alles hat sie mir kaputt gemacht. Ich erkenne Bill nicht wieder. Ich freue mich zwar für ihn, ja das stimmt, aber das bringt mir doch nichts, wenn ich mich für Bill freue, weil er glücklich ist, aber selber bin ich todunglücklich...

Na ja, jetzt waren wir erst Mal weg aus Deutschland für eine kurze Zeit, weg von Tina. Und ich könnte wetten, sobald wir nur ein Tag in einem anderen Land sind, kommt Bill abends wieder in mein Hotelzimmer und heult mir die Ohren voll und ich Dummkopf werde wieder zuhören und ihn trösten so wie immer, dabei müsste ich ihm eigentlich mal die Wahrheit sagen, aber ich kann einfach nicht, ich will nicht noch mehr zwischen uns zerstören.......

Tina’s Sicht:

Jetzt war Bill schon 3 Tage weg und ich vermisste ihn jetzt schon schrecklich. Lotte probierte oft mich zu trösten, aber Bill fehlte mir trotzdem. Würde mir ein anderer so etwas erzählen, würde ich mich kaputtlachen, wenn jemand seinen Freund schon nach 3 Tagen vermisst, aber jetzt konnte ich mich selber in die Lage versetzen und es war weißgott nicht schön.

Dann eines Tages kam Lotte in mein Zimmer gestürzt und sagte, na ja schrie schon fast: Los schnell, komm nach unten ins Wohnzimmer, ihr habt doch einen DVD-Player oder? Ich war etwas überstürzt antwortet aber ja und schon hatte sie mich am Arm gepackt und schleifte mich Richtung Wohnzimmer. Sie machte den Fernseher an und die DVD begann. Es war ein Konzert von TH gibt es seid heute zu kaufen meinte sie fröhlich. Ich hab zwei gekauft, also wenn du eine haben willst.. Oh mein Gott DANKE!!! glücklich fiel ich ihr um den Hals. Wir schauten zusammen das Konzert, während wir abwechselnd von Bill und Tom schwärmten (also ich von Bill und sie von Tom)

Als es fertig war und wir wieder in mein Zimmer gingen, meinte sie plötzlich ganz ernst: Sag mal, was hast du eigentlich gegen Tom? Immer wenn ich anfange von ihm zu reden, bist du plötzlich total abweisend und wechselst schnell das Thema. Sollte ich ihr alles erzählen? Also, Tom ist immer total komisch zu mir, ich habe noch kein Wort mit ihm geredet außer Hallo und Tschüss. Mit allen verstehe ich mich gut, außer mit ihm. Dabei habe ich ihm doch gar nichts getan...Einmal habe ich ihn gehört wie er telefoniert hat, hab ich dir das schon erzählt? Egal, also er meinte, er würde gern noch mal so eine Aktion machen und ach keine Ahnung, ich weiß auch nicht, was ich machen soll.... Mmh... sie überlegte einen Moment dann meinte sie: Ich glaube, er ist einfach neidisch auf dich, dass Bill so viel mit dir macht und nichts mehr oder weniger als früher mit ihm. Glaubst du? Ja könnte doch sein. Vielleicht, na ja, egal, ich muss mich ja nicht mit ihm verstehen. Eigentlich ja schon... Hä? Wieso das denn? was meinte sie denn damit? Na weil ich gerne mal die Handynummer von ihm hätte und die gibt er dir sicher nicht, wenn ihr euch nicht versteht... ein Grinsen breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Oh man... Ich musste aber auch lachen. Ah ich habe eine Idee. Neugierig schaute sie mich an: Was denn??? Na ich lege ins Studio ein Bild von dir und auf der Rückseite schreibe ich deine Nummer hin, dann kannst du ja sehen, ob er dich anrufen will oder nicht. Ja coole Idee. Sie tanzte durchs ganze Zimmer vor Freude und lachte dabei. Wollen wir morgen ein Foto machen? fragte ich, um sie wieder etwas zu beruhigen. Ja, also ich geh dann mal, muss schauen, was ich anziehe. Ich grinste nur und schon war sie weg.

Endlich einmal Ruhe dachte ich mir und setzte mich an meinen Schreibtisch, ich holte ein Blatt Papier und schrieb einen Brief an Bill, indem ich sagte, wie sehr ich ihn vermisse und mich auf ein Wiedersehen freuen würde. Ich warf ihn auch sofort ein und hoffte auf eine schnelle Antwort. Zu Hause schaute ich mir noch Mal die DVD an, bevor ich dann schlafen ging...

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Kapitel 15:

Tina’s Sicht:

Aufstehen! Das war meine Mutter, heute war Monatg, wie schön doch das Wochenende war... Da kam sie schon in mein Zimmer gestürmt. Hörst du nicht? Du musst aufstehen. Ja, du hast mich doch erst vor zwei Sekunden geweckt. Ja, aber doch viel zu spät, wir haben schon viertel vor acht, tut mir leid, hab auch verschlafen. Na so fing die Schule ja wieder gut an. Im Halbschlaf ging ich ins Bad, toll, jetzt hatte ich nicht mal mehr Zeit zum Duschen. Als ich fertig war, schaute ich auf die Uhr, scheiße 8 Uhr, wir hatten auch noch Mathe in der ersten Stunde, na das konnte ja was werden. Ich rannte runter und meine Mutter steckte mir gerade noch so ein Brot in den Mund, bevor ich loslief zur Schule, ich glaube, ich hatte es noch nie so eilig gehabt zur Schule zu kommen wie heute. Als ich im Klassenraum ankam, war es viertel nach 8. Guten Morgen. Meinte ich vorsichtig. Ah guten Morgen, lässt sich das Fräulein Wicker auch noch mal blicken? Äh ja entschuldigung... oh jetzt brauchte ich eine gute Ausrede. Ich habe mich noch auf den Unterricht vorbereitet und hab gar nicht auf die Uhr gesehen. Was besseres ist dir wohl auch nicht eingefallen, dachte ich und hätte mir am liebsten in Arsch gebissen. Ach ja? ein höhnisches Grinsen machte sich in seinem Gesicht breit: Was ist dann 6* Wurzel 8? Oh mein Gott, mit so etwas hatte ich nicht gerechnet, die Hände unserer Streber schnellten schon wieder in die Höhe ich kam mir vor, wie Harry Potter, der neben Hermine sitzt bei Snape. Ich konnte ja einfach mal raten: 0.8? sagte ich leise. Setzten 6! Seufzend setzte ich mich neben Lotte und der Unterricht ging weiter.

Wo warst du denn? fragte sie mich in der 5 Minuten Pause. Meine Mutter hat verschlafen und mich deshalb erst um viertel vor acht geweckt. Lachend schüttelte sich den Kopf und fing von etwas neuem an, in Gedanken war ich aber ganz woanders, nämlich bei Bill. Also was ist jetzt? Findest du das auch oder nicht? Hä? Was? Ich hatte keine Ahnung, was sie gefragt hatte, na ja, ich sagte einfach mal ja. Was? Na toll, dass du das auch noch denkst. Oh man, was hatte ich denn jetzt schon wieder gemacht? Hätte ich doch nur nicht ja gesagt. Was finde ich? Ach vergiss es. Oh scheiße, wenn sie einmal schlecht drauf war, hielt sie das lange durch. Also sagte ich ihr die Wahrheit. Ich hab nicht zugehört und einfach mal ja gesagt sorry.. Ja das kann man jetzt immer sagen, egal. Da ging der Unterricht schon weiter. Hab ich irgendwas getan, dass ich so bestraft wurde? Ich hatte ja jetzt genug Zeit nachzudenken, wir hatten nämlich jetzt Doppelstunde Reli.

Bill’s Sicht:

Das hätte ich nie gedacht, Tokio Hotel im Ausland und dann auch noch so erfolgreich. Das war einfach nur geil, ein so geiles Gefühl. Gerade war das Konzert fertig in Frankreich, es war ein riesen Erfolg, ich hatte zwar nicht mehr auf französisch gesagt außer Bonjour tout le monde, aber besser als gar nichts oder? Die Fans hatten jedes Lied mitgesungen, und ihr Dialekt war ja total süß. Als ich im Hotel ankam, kam David mir entgegen: Hier ein Brief von Tina. Merci beaucoup. Ah du lernst. Meinte David, ich grinste nur und rannte dann in mein Zimmer um ihn zu lesen. Als ich sah, was sie schrieb, kamen mir die Tränen in die Augen, erst jetzt merkte ich, wie sehr ich sie eigentlich vermisste. Man, warum musste sie auch zur Schule gehen, sonst könnte sie ja mal mit auf Tour kommen... Das war doch die Idee!!! Sie hatte doch schon bald wieder Weihnachtsferien und zwar genau dann, wenn unsere Tour in Deutschland wieder anfangen würde. Sofort rannte ich zu David ins Zimmer. Daaaaaaaavid??? Was ist denn? Ich hab DIE Idee. Na dann schieß mal los. Bald geht ja unsere Tour in Deutschland weiter, die Zusatzkonzerte mein ich. Ja und? Da könnte doch Tina eigentlich mal mitgehen oder? Nachdenklich setzte er sich aufs Bett. Das dürfte gehen, aber das heißt, du musst noch vorsichtiger sein und niemand wirklich niemand darf davon mitkriegen und die anderen 3 müssen natürlich auch einverstanden sein. Ja sind sie bestimmt, sie verstehen sich doch super mit ihr. Stürmisch umarmte ich ihn. Daaaaanke. Ja ja nun mach mal halblang meinte er und probierte sich aus meiner Umarmung zu befreien. Ich schaute auf die Uhr und sah, dass es Zeit war zu Essen, ich ging zu Tom, Georg und Gustav, klopfte bei jedem und fragte, ob wir essen gehen wollten. Als wir an einem Tisch saßen und jeder halbwegs satt war, fing ich an: Also ihr kennt ja alle Tina, ne? Sie nickten Und bald geht ja auch unsere Tour weiter, ich meine die Zusatztour in Deutschland in den Weihnachtsferien. Wieder nickten alle Ja und da dachte ich mir, Tina könnte ja mal mit auf Tour kommen. David ist schon einverstanden, ich sollte nur noch euch fragen. Also von mir aus geht das ok. meinte Georg, dankend lächelte ich ihn an. Joa von mir auch. Gut super und von dir auch Tom oder? Er schaute zwar erst etwas komisch, nickte dann aber. Ich war so glücklich, ich wollte Tina sofort anrufen, doch dann fiel mir ein, dass es viel schöner wäre, wenn ich sie überraschen würde..

Tom’s Sicht:

Meine Laune war seid langem nicht mehr so gut wie heute. Die französischen Fans gingen so geil ab und es war einfach der Hammer das Konzert. Sie waren fast genauso geil wie unsre deutschen Fans. Auf der Rückfahrt zum Hotel redete ich sogar mit Bill mal wieder mehr als sonst, glücklich ging ich in mein Zimmer. Nach einer halben Stunde klopfte es, es war Bill, er wollte wissen, ob ich mit zum Essen kommen wollte, seid wann fragt er denn bei allen? Na ja egal, mir sollte es recht sein. Nach dem Essen fing Bill dann an zu erzählen, aber als nur um den heißen Brei rum, was wollte er uns sagen? Dann kam es, er wollte Tina mit auf die Zusatztour in Deutschland nehmen. Hatte ich mich etwa verhört? Inständig hoffte ich, dass Georg und Gustav dagegen waren, doch sie fanden es okay, mist, jetzt hing es von mir ab, als mich alle fragend anschauten, konnte ich nicht anders, ich musste einfach ja sagen, wie hätte das auch ausgesehen, wenn ich nein gesagt hätte?!

Toll jetzt war komplett alles vorbei. Bill würde nur noch knutschend mit Tina überall rumsitzen. Vielleicht gingen sie sich aber auch bald auf die Nerven, na ja wahrscheinlich eher nicht, also musste ich mir irgendetwas ausdenken, eine Idee hatte ich auch schon...

 

Kapitel 16:

Bill’s Sicht:

Heute waren wir in Moskau, dann würden wir noch nach Prag fahren, aber danach waren die Konzerte vorbei, dann konnte ich endlich zu Tina und ihr meine Idee sagen, aber jetzt musste ich erstmal zum Soundcheck, Tom saß schon die ganze Zeit ungeduldig in meinem Zimmer und wartete. Ich hatte ihm den Rücken zugedreht aber trotzdem merkte ich seine Blicke auf meinem Rücken, was war im Moment nur los mit ihm? Ich nahm mir vor in nächster Zeit mal mir ihm zu reden, aber zur Zeit hatte ich nunmal einfach keine Zeit dafür... Bist du jetzt langsam fertig? fragte er genervt Ja ja. Ich schaute mich noch kurz um, dass ich auch ja nichts vergessen hatte, bevor ich mich dann mit ihm auf den Weg zum Bus machte. Na endlich. begrüßte uns David. Ich kann nichts dafür Bill war so langsam. Genervt stieg ich ein und wir fuhren los. Die ganze Zeit über sagte ich nichts sondern schaute nur gelangweilt aus dem Fenster, bis ich meinen Ipot anschaltete, es kam Niemand vermisst uns von Bosse, ja genau dieses Lied brauchte ich nun...

Wenn du läufst und springst und läufst

Bosse Durch die warmen Gassen deiner Stadt

Und mir dabei zuschreist

Wie groß das Leben dann wird

Wenn du liegst und sprichst und liegst

Vom Balkon die Sterne sorgsam zählst

Und mir dabei zuschreist

Wie klein die Erde dann wird

Und niemand vermisst uns

Uns Und auch die Nacht vergisst uns schon

Was du hörst sind nur Echos

Und die bleiben für immer

Niemand vermisst uns

Und auch die Stadt vergisst uns schon

Wir trampen vor bis zum Rücksitz

Und schlafen zum Meer

Wenn ich soff und fiel und trank

Bloß für den einen Augenblick

Hab´s soweit überreizt

Dass die Engel zu mir runterglotzen

Wie du klar bist gesund und klar bist

In den kranken Tagen dieser Zeit

Und ich weiß, dass du meine Gesundheit bist

Und mich am Leben hälst

Und niemand vermisst uns...

Du verschwendest deine Zeit

Gern vis a vis

Ich halte mich bereit

Ich glaub wir sind frei

Wenn du läufst und springst und läufst

Niemand durch die warmen Gassen deiner Stadt...

Wenn es mir nur so mit Tina gehen würde, es war eine der wenigen Male, wo ich mir wünschte auch nur ein ganz normaler Teenager zu sein, der eine Freundin hatte, die er nicht verbergen musste und die er immer sehen könnte, wann er will. Bill wir sind da. Als Georg diesen Satz sagte, dachte ich mir dann aber wieder: So ist es aber nicht, dein Traum ist in Erfüllung gegangen, sei froh und beklag dich nicht, du bist in Moskau und gibst ein Konzert, was ausverkauft ist mit 4000 Leuten, was willst du mehr? Ich steckte den Ipot wieder in meine Tasche und ging in die Halle.

Der Soundcheck war sehr langweilig, ständig musste etwas verbessert werden, ich glaube wir hatten noch nie so lange dabei gebraucht wie heute, aber was solls, heute war wohl einfach nicht so mein Tag...

Als wir kurz vor dem Konzert noch etwas zusammen aßen, probierte mir Gustav noch beizubringen was Hallo und Danke auf russisch hieß, aber irgendwie konnte ich es mir nicht merken, das Konzert wurde trotzdem ein voller Erfolg. Das Konzert in Prag, welches 2 Tage danach stattfand war auch ein Erfolg, aber das beste an allem war, dass ich endlich nach Hause konnte für ein paar Tage, endlich wieder bei Tina sein... Auf der Rückfahrt nach Deutschland schlief ich fast die ganze Zeit, so ging es sehr schnell rum...

 

Kapitel 17:

Tina’s Sicht:

So endlich hatte ich eine Kamera besorgt und einen Tag gefunden, wo Lotte und ich gemeinsam Zeit hatten, das war nämlich im Moment sehr schwierig, weil sie seid kurzem auch einen Freund hatte, den sie fast täglich sah, es machte mich zwar etwas neidisch, weil ich Bill nicht so oft sehen konnte, aber ich freute mich auch für sie, sie schwärmte zwar ab und zu noch von Tom, aber nicht mehr so viel wie am Anfang.

Es war kurz vor 3, gleich sollte sie kommen und da klingelte es auch schon, ich kämmte mir noch kurz die Haare, weil ich auf dem Video ja perfekt aussehen wollte und machte dann auf, als auf einmal jemand Überraschung rief, oh mein Gott, es war Bill, ich konnte es nicht glauben, glücklich schloss ich ihn in meine Arme. Ich bin so froh, dass du wieder da bist, aber ich dachte, du kommst erst in 2 Wochen. Ja, aber jetzt bin ich hier. Wir haben einige Termine verschoben. Na ja ist ja auch egal, komm doch erstmal rein. Also eigentlich wollte ich dich ja nur abholen. Abholen? Wohin geht’s denn? Zu mir nach Hause. Ähm okay, warte ich komme gleich. Schnell rannte ich in mein Zimmer und rief Lotte an um ihr abzusagen: Hallo hier Lotte. Hi Lotte ich bins, bist du schon unterwegs? Ja sorry wegen der Verspätung Matthias war noch da und.. Ist schon okay, hör zu, Bill ist gerade gekommen! Was Bill? Ist ja super, dann willst du wohl absagen? Ja sorry, leider schon. Macht nichts, dann renn ich Matthias noch schnell hinther, vielleicht

erwisch ich ihn noch. Bye und Viel Spaß euch beiden. Danke euch auch. Ciao. Ich legte auf und ging dann runter zu Bill: Okay wir können. Er legte seinen Arm um mich und wir gingen los zu ihm nach Hause.

Dort war alles dunkel: Ist denn keiner da? fragte ich verblüfft. Es sind alle bei meinen Großeltern, die kommen erst heute Abend irgendwann wieder. Er grinste mich an und wir gingen gemeinsam hoch in sein Zimmer. Könntest du vielleicht Licht anmachen? Ich seh ja gar nichts. Oh ja gleich, jetzt lohnt es sich auch nicht mehr, wir sind ja schon da. Er öffnete seine Tür und machte das Licht an. Ich war total gerührt, er hatte auf dem Boden seines Zimmers ein Herz aus Rosenblätter gelegt und in der Mitte lag eine Karte, wo ganz groß draufstand:

TICKET FÜR DIE TOKIO HOTEL TOUR IN DEN WEIHNACHTSFERIEN, IHR PERSÖNLICHER BEGLEITER BILL KAULITZ, VIEL SPAß!

Als ich das las, musste ich etwas grinsen, das war mal wieder typisch Bill! Und hast du Lust? Was für eine Frage, natürlich hab ich Lust!!! Ich nahm ihn in den Arm und hätte ihn am liebsten nicht mehr losgelassen. Das ist das schönste, was du je für mich machen könntest, danke!!! Für dich doch immer wieder gerne. Sagte er und küsste mich dabei, wir legten uns auf sein Bett und es war alles wunderschön, dann waren wir wieder bei dem Punkt angelangt, wo wir schon mal vor ein paar Wochen waren, doch diesmal schüttelte ich nicht mit dem Kopf, sondern nickte. Bist du dir sicher? liebevoll schaute er mich an. Ganz sicher. Er lächelte und zog mir dann die Hose aus, ich hatte zwar etwas Angst, dass ich was falsch machen würde, aber es wurde alles einfach wunderschön, Bill war total vorsichtig und lieb. Danach lagen wir noch nebeneinander in seinem Bett. Es war total schön Bill. Fand ich auch. flüsterte er leise. Dann stand er auf, machte Musik an und das Licht etwas dunkler, diese Momente waren die schönsten in meinem Leben.

Als Bill plötzlich auf die Uhr schaute, sagte er plötzlich: Oh Mist. Was denn? Ich wusste nicht, dass wir schon so spät haben. Wieso? Ich sollte auch nochmal zu meinen Großeltern gehen, weil sie morgen in Urlaub fliegen und mich vorher noch mal sehen wollen. Achso schade, na ja dann geh ich mal. Tut mir echt leid, aber bald werden wir uns ja noch oft genug sehen. Er zwinkerte mir und brachte mich zur Tür, da fiel mir ein, dass ich mein Ticket ja vergessen hatte: Bill mein Ticket liegt noch bei dir im Zimmer, das brauche ich, sonst lassen mich die Securityleute nicht zu dir. Er grinste und ging dann hoch es holen, er gab mir noch einen Kuss und ich verließ das Haus...

Weil ich aber noch keine Lust hatte nach Hause zu gehen, machte ich mich noch mal auf den Weg zum Park. Ich spazierte etwas rum, bis ich plötzlich Lotte auf einer Bank sah, sie hatte das Gesicht in ihre Hände gelegt und ich hörte leise Schluchzer. Ich setzte mich neben sie und legte meinen Arm um ihre Schulter: Was ist denn passiert? Sie schaute auf und ich sah in ihr trauriges Gesicht. Stotternd fing sie an zu erzählen: Ich habe alles kaputt gemacht, einfach alles. Was hast du kaputt gemacht? Matthias er wollte mit mir schlafen, aber ich war noch nicht bereit und dann ist er sauer geworden und hat gesagt dann könnt ich ja auch gehen, wenn ich ihn nicht genug lieben würde. Wieder fing sie an zu schluchzen. Lotte ich glaube eher, er liebt dich nicht genug, sonst hätte er dafür Verständins, bei Bill und mir war es dasselbe, er hat auch auf mich gewartet bis ich bereit war. Sie hörte auf zu weinen und sagte überrascht: Ihr habt zusammen? Ja haben wir. Davon hast du mir ja gar nichts erzählt! Augenblicklich war Matthias vergessen und sie interessierte sich brennend dafür. Ich konnte dir noch nichts erzählen es war erst heute... War’s gut? Es war wunderschön. Sofort kamen ihr wieder die Tränen in die Augen, sie dachte wohl wieder an Matthias. Bei mir wird so was nie passieren, warum hast immer du so viel Glück? Hey bei dir ist es bestimmt auch bald soweit. Bei mir und Bill ist jawohl auch nicht immer alles gut gelaufen. Aber meistens warum nie bei mir? Einfach nie! Weinend rannte sie weg. Ich wollte ihr hinterher, aber ich hatte irgendwie keine Kraft dazu.

Gedankenverloren schaute ich noch eine ganze Weile auf den See, bis ich mich dann auf den Heimweg machte, weil es anfing zu regnen.

Kapitel 18:

Tina’s Sicht:

Als ich am Montag wieder in die Schule ging, war Lotte immer noch ziemlich aufgewühlt, sie hatte zwar Hallo gesagt, aber das war’s dann auch... Ich nahm mir vor in der Pause noch mal mit ihr zu reden, aber jetzt ging das schlecht, da wir mal wieder Mathe hatten und ich meine Note noch irgendwie retten wollte...

Ich überlegte mir die kompletten 2 Stunden bis zur Pause, was ich sagen sollte, doch als es dann klingelte, hatte ich alles wieder vergessen. Also fing ich erst mal ganz einfach an: Lotte wir müssen noch mal reden. Sie zuckte nur mit den Schultern, na toll, das fing ja gut an... Das mit Matthias tut mir echt total leid, aber er hat dich doch gar nicht verdient. Und das was du wegen mir und Bill gesagt hast, fand ich auch nicht gerade so angepasst, ich meine, du weißt doch selbst, wie doll ich wegen ihm gelitten habe... Die Reaktion von ihr überraschte mich dann doch etwas. Sie fing wieder an zu weinen: Es tut mir leid, was ich gesagt habe, nur weil ich neidisch war, weil ich nichts hinkriege und einfach alles scheiße ist. Ich nahm sie in den Arm und tröstete sie etwas bis die Pause vorbei war, dann meinte ich: Vielleicht wird es ja noch was mit Tom, ich meine, wenn ich jetzt mit ihnen auf Tour gehe, findet sich bestimmt ein Moment, indem ich ihm deine Nummer geben kann. Sie musste wieder etwas lächeln, wischte sich die Tränen weg und wir gingen gemeinsam zurück in den Klassenraum, doch plötzlich meinte sie: Sag mal, hast du eigentlich gerade auf dem Schulhof gesagt, dass du mit auf Tour kommst?? Jetzt musste ich lächeln, ich hatte total vergessen, dass sie noch gar nichts davon wusste. Also erzählte ich ihr alles, was passiert war und sie verschwendete auch keinen weiteren Gedanken an Matthias, sondern überlegte mit mir zusammen, wie ich es schaffen könnte, dass Tom ihre Handynummer kriegen würde. Vielleicht darfst du ja auch mal ein oder zwei Tage mit oder wenigstens mal Backstage kommen, wenn du auf einem Konzert bist. Ab da an war sie völlig aus dem Häuschen und musste den ganzen restlichen Tag nur noch grinsen...

Es waren die aufregensten Tage meines Lebens bis zu den Weihnachtsferien, Lotte war fast jeden Tag bei mir und wir waren fast immer shoppen, weil ich noch neue Klamotten brauchte für die Tour. Einmal war auch Mareike da, sie wusste nämlich mittlerweile auch davon, vor ihr konnte man so etwas einfach nicht geheimhalten, irgendwie fand’s sies eh raus. Aber sie hatte mir versprochen niemanden davon nur die kleinste Kleinigkeit zu sagen und bisher hielt sie sich auch daran, dafür hatte ich ihr versprochen, dass sie Bill einmal sehen darf und ein Autogramm mit Foto bekommt. Nun redete sie schon geschlagene 2 Stunden auf mich ein und ich war völlig am Ende. Manchmal konnte ich echt nicht glauben, dass sie erst so jung war... Wollen wir vielleicht ins Kino gehen? Ich hatte zwar recht wenig Lust auf Kino, aber ich dachte mir, dass sie vielleicht dann ruhig geben würde. Ja gute Idee. Welcher Film läuft denn? Gucken wir dann. Meinte ich schnell und so machten wir uns auf den Weg. Natürlich kam wieder alles anders als geplant, von wegen sie redet im Kino nicht. Nichtmal die anderen Kinozuschauer hinderten sie daran als weiter zu reden. Da kam mir mal wieder eine meiner genialen Ideen, mit denen ich auch die Fans beim Konzert ruhig gestellt hatte. Du bekommst kein Autogramm und kein Foto von Bill, wenn du nicht ruhig bist. Das wirkte mal wieder, den restlichen Film schwieg sie wie ein Grab. Der restliche Tag wurde zwar noch ganz gut, aber irgendwie war ich doch froh, als sie wieder nach Hause fuhr....

Nach, wie es mir vorkam etlichen Tagen, war endlich der letzte Schultag vor den Ferien gekommen. Es war die 3. und damit auch die letzte Stunde für heute, wir hatten Musik. Unsere Hausaufgabe war, einen Song einzuüben, egal von wem und den mit jemand zusammen vorsingen. Eigentlich war das für welche, die sonst nicht so viel mündlich mitmachten und weil ich mündlich ziemlich gut war, machte ich mir nicht weiter Gedanken, doch dann kam es, auf einmal meinte unsere Lehrerin: Ach Tina, dich würde ich gerne mal singen hören, wie wär’s hast du Lust? Ich schüttelte mit dem Kopf. Ach stell dich nicht so an. Mit wem singst du zusammen? Mit zitternder Stimme meinte ich: Mit Lotte. Diese zuckte erschreckt zusammen, sie hatte mal wieder nichts mitgekriegt. Zusammen gingen wir nach vorne an die Tafel. Was habt ihr euch denn ausgesucht? LaFee mit Sterben für dich. Die ganze Klasse lachte, konnte ich was für? Das war Lottes dummer Vorschlag. Sie meinte, das Lied würde super auf uns zutreffen, ich müsste mich einfach noch mal in die Situartion hineinversetzen, wie es mir ging, als Bill Schluss gemacht hatte und sie müsste an Tom denken. Was für eine verrückte Idee, ich wollte mich gar nicht daran erinnern, aber ihr zu liebe machte ich mit.

Wir legten die CD ein, drückten auf Play und los ging es. Lotte fing zum Glück an. Sie sang die 1. Strophe und den Refrain, die ganze Klasse tuschelte und ich kam mir irgendwie blöd vor. Dann war ich dran, vorsichtig begann ich und plötzlich wurde alles still. Was hatte das denn zu bedeuten? Ich sang die 2. Strophe, den refrain und dann sangen wir den Refrain noch mal zusammen, die Klasse klaschte total laut. Wollen die mich verarschen? Ich bemerkte doch ihre Ironie. Schnell setzte ich mich zurück auf meinen Platz. Sehr gut, sehr gut. Ihr habt das wirklich super gemacht besonders du Tina. Na ja, wenn sie meinten... ein Glück klingelte es in dem Moment und ich verließ schnell die Klasse. Ich verabschiedete mich noch schnell von den wichtigsten und ging dann mit Lotte nach Hause. Wie nicht anders zu erwarten, war sie total stolz auf unserer ach so tolle Leistung. Hab ich dir doch gesagt, dass das was wird, die waren alle voll begeistert. Oh man Lotte jetzt reicht’s aber mal. Am besten du singst mal bei David vor, vielleicht nimmt er dich unter Vertrag. Gar nicht mal so eine schlechte Idee. Meinte sie nachdenklich. Oh man Lotte, das war ein Scherz. Sagte ich genervt. Aber du hast doch eben noch gesagt... Jetzt nerv nicht ja? Sie nickte nur mit dem Kopf, aber ich sah ihr an, dass sie noch angestrengt über die Situation nachdachte, weil sie immer noch nichts verstanden hatte, also manchmal war sie wirklich verpeilt....

 

Kapitel 19:

Tinas Sicht: 

Bin zu Haaaaaause! rief ich meiner Mutter entgegen. Ja ist ja auch schwer zu überhören. Uhi was war denn mit ihr los? Die hatte ja mal wieder eine Laune... Jetzt nerv mich doch nicht! hörte ich von oben meine Schwester schreien. Wahrscheinlich hatten die beiden mal wieder Streit, aber was soll’s, mir konnte die Laune niemand verderben, heute sollte mich Bill abholen und ich war überglücklich. Habt ihr schon hunger oder wollt ihr noch nichts essen? holte mich meine Mutter aus meinen Gedanken. Ich schaute Lotte fragend an, doch diese schüttelte nur den Kopf, also gingen wir hoch. Schnell holte ich meine Sachen aus dem Kleiderschrank, die ich anziehen wollte und Lotte ließ sich auf mein Bett fallen. Als ich fertig war, meinte sie anerkennend: Du siehst wirklich total hübsch aus. Ich sah in den Spiegel, war aber nicht so ganz begeistert wie sie. Also ich weiß nicht... Was denn? Gestern hat es dir doch auch noch gefallen. Ja aber.. Kein aber. Na gut okay. Ich lass es an. Na also geht doch und jetzt suchen wir noch die restlichen Klamotten zusammen, die du brauchst. Ich nickte nur und schon stand sie vor meinem Schrank und reichte mir Sachen. Als sie meine komplette Kleidung ausgeräumt hatte, lächelte sie zufrieden. Ich kann das doch nicht alles mitnehmen, das reicht ja locker für 2 Monate! Na und? Ist doch nicht schlimm, ich sag immer besser zu viel als zu wenig. Das war mal wieder ein typischer Lottesatz. Ich nahm ein paar Kleidungsstücke raus und legte sie wieder zurück, sie nahm wieder welche davon und legte sie wieder aufs Bett, das ging so lange so weiter bis wir einen guten Kompromiss gefunden hatten und jeder zufrieden war. Wann kommt eigentlich Bill? So gegen 6 meinte er glaub ich. Da haben wir ja noch Zeit. Was meinte sie denn jetzt schon wieder damit? Also langsam war ich echt etwas fertig. Doch viel Zeit darüber nachzudenken blieb mir nicht, sie schob mich nämlich schon ins Bad, holte einen Stuhl und befahl mir mich zu setzen. Wie automatisch folgte ich ihren Aufforderungen und sie machte sich an mir zu schaffen. Sie wurschtelte mindestens eine Stunde an mir rum und ich hatte schon Angst davor, mich im Spiegel zu betrachten. Bis sie plötzlich meinte, ich könnte nun in Spiegel gucken und was ich da sah, überraschte mich total. Gefällts dir? fragte sie mich stolz. Und wie!!! rief ich und fiel ihr glücklich um den Hals. Nicht so stürmisch, sonst geht doch deine Frisur kaputt. Wir lachten und gingen in mein Zimmer zurück. Dort redeten wir noch eine ganze Weile, bis plötzlich ihr Handy klingelte. So weit ich etwas verstehen konnte, war es ihre Mutter und Lotte machte einen gequälten Eindruck. Bitte Mama nein, das geht nicht! Bill kommt doch und... weiter sprach sie nicht, ihr Mutter hatte sie wohl unterbrochen. Dann legte sie plötzlich genervt auf. Was ist denn? Sie will, dass ich nach Hause komme, jetzt sofort! Ich weiß nicht warum! Jetzt dachte ich einmal, ich könnte Bill mal sehen, aber nein! Scheiße! Sie nickte nur. Da meinte ich aufmunternd: Du darfst bestimmt mal backstage kommen, das erlauben Bill und die anderen bestimmt. Na hoffentlich... meinte sie seufzend. Wir gingen zusammen runter und verabschiedeten uns. Viel Spaß auf Tour und schreib mir ganz viele SMS und ruf mich an und ach sag noch schöne Grüße an die Jungs und joa. Mach ich aufjedenfall. Wir umarmten uns nochmal, bis sie auch schon gehen musste. Dann ging ich in die Küche, holte mir was zu essen und setzte mich vor den Fernseher. Nach einer halben Stunde klingelte es schon wieder. Weil ich keine Lust hatte aufzustehen um aufzumachen, wartete ich, bis meine Mutter genervt runter kam. 2 Minuten später kam schon Mareike ins Wohnzimmer gestürmt, ich hatte ja total vergessen, dass sie auch kommen wollte. Sie sprang auf mich und schrie die ganze Zeit: Ich bin sooo aufgeregt!!!! Endlich seh ich Bill mal richtig und er redet dann mit mir und oh mein Gott bin ich aufgeregt! Na das konnte ja was werden dachte ich mir oder obwohl, vielleicht war sie auch so aufgeregt, dass sie kein Ton rausbrachte...Aber das würde bei Mareike wahrscheinlich eher nicht der Fall sein. Wann kommt er denn? So gegen 6 ungefähr. Ach stimmt ja, hab ich vor lauter Aufregung ganz vergessen. Mareike du bist gerade mal ähm 10 oder? Und machst schon so ein Aufstand. Tja heute ist die Jugend halt schon früher reif, als bei dir damals. Jetzt tust du ja gerade so, als ob ich schon Ende 80 wäre, dabei bin ich auch erst 15!!! Ich knuffte sie in die Seite und wir fingen beide an zu lachen. Da kam meine Tante Anna rein. Und schaute mich verblüfft an: Uhi da hat sich aber eine schick gemacht. Du siehst wirklich hübsch aus. Na wird da jemand rot? meinte meine Mutter schmunzelnd. Oh man, konnten die mich nicht mal in Ruhe lassen? Hoffentlich ließen die nicht so einen Spruch ab, wenn Bill da ist. Plötzlich kam auch noch meine Schwester runter: Ich will doch auch nicht verpassen, wenn Bill kommt. Meinte sie grinsend. Fehlt nur noch das Papa heut auch früher Schluss macht wegen Bill, dachte ich frustriert, prompt in diesem Moment wurde die Tür aufgeschlossen und er kam rein: Ich hab ihn doch hoffentlich noch nicht verpasst. Nein. Sagte ich genervt und schaltete den Fernseher auf Viva, wo natürlich Tokio Hotel kam. Ah wen haben wir denn da? manchmal konnte meine Familie ja so nervig sein. Da ist ja Tinas erster Freund. Lachte meine Mutter Nein Tinas zweiter erster Freund. Nach diesem Satz boxte ich meine Schwester kräftig in den Bauch, so dass sie sich beleidigt auf den Sessel setzte. Nun setzten sich auch die anderen und wir schauten weiter Fernseher, bis es endlich klingelte. Nervös ging ich zur Tür und machte auf. Ein strahlender Bill schaute mir entgegen und ich schloss ihn in meine Arme, da hörte ich ein klick meine Tante hatte natürlich ein Foto gemacht. Bill sah etwas erstaunt aus, doch dann fing er an zu lachen, mir war das alles total peinlich. Ich bat ihn erstmal rein, da kam schon wieder meine Cousine angerannt und umarmte ihn stürmisch. Du bist doch die kleine Cousine von Tina, die auch beim Hotel war oder? Du erinnerst dich an mich? Ja aber natürlich, so ein süßes kleines Mädchen vergisst man doch nicht. Das war’s, Mareike war nun völlig aus dem Häusschen. Machst du ein Foto mit mir? Aber klar. Er setzte sich auf die Couch und sie auf seinen Schoß, dann machte Anna ein paar Fotos, Mareike bekam noch ein paar Autogramme und dann wurde es auch schon Zeit mich zu verabschieden. Ich umarmte alle nochmal, holte meinen Koffer und dann machte ich mich auf den Weg mit Bill.

Wo geht’s denn hin? ich wollte auf keinen Fall über den peinlichen Auftritt meiner Familie reden, also probierte ich schnell über etwas zu sprechen, damit er erst gar nicht davon anfangen konnte. Als erst nach Hamburg, da sind wir öfters im Studio, ist etwas besser als das in Magdeburg. Okay. Wir setzten uns ins Auto und der Fahrer fuhr los. Normalerweiße hasste ich lange Autofahrten, aber mit Bill war es total lustig und schön. Du hast übrigens eine sehr lustige Familie. Meinte er plötzlich lachend. Ich wurde wieder rot und nickte nur.

Als wir schon zwei Stunden im Auto saßen, lehnte ich mich an ihn und versuchte etwas zu schlafen. Ich bin so froh, dass wir nun endlich so lange Zeit zusammen sein können. Er war mal wieder so süß. Ich auch. Er kraulte mir etwas den Hals und ich konnte ich wunderbar einschlafen.

Kapitel 20

Tina’s Sicht:

Ah hatte ich mich erschreckt, konnte Bill mich nicht etwas netter wecken? murmelte ich. Bill fing an zu lachen und kitzelte mich durch. Leider wurde meine Laune dadurch aber nicht gerade besser. Eigentlich müsste ich glücklich sein, die glücklichste Person auf der Welt, aber irgendwie stimmte etwas nicht. Bill bemerkte davon zum Glück nichts, also stiegen wir ganz normal aus dem Wagen, er nahm mein Gepäck aus dem Kofferraum und musste schon wieder lachen: Ich merkte wie ich rot wurde: Grinsend sagte er, dass ich ihm folgen solle und wir machten uns auf den Weg.

Endlich war ich mal eine Sekunde allein für mich. Irgendwie fand ich alles etwas komisch, ich hatte das dumme Gefühl, es sei falsch hier zu sein.... Na ja, jetzt war ich hier und sollte es genießen, wer weiß wann ich Bill das nächste mal wieder so lange sehen würde. Da hörte ich Schritte draußen, mist Bill kam wieder und ich hatte noch nicht ausgepackt, schnell schmiss ich ein paar Klamotten in den Schrank, da klopfte es schon. Er nahm meine Hand und zusammen gingen wir los. Dieses Gefühl wurde ich aber irgendwie nicht los. Georg und Gustav kamen auf mich zu und umarmten mich zur Begrüßung, die Jungs waren so nett. Wir redeten eine Weile und meine Laune verbesserte sich wieder etwas.

Bill’s Sicht:

Juhu Tina war wieder da, ich war soo glücklich! Mit Georg und Gustav verstand sie sich ja auch total super, nur Tom war mal wieder nicht da. Er war so komisch, seid ich wieder mit Tina zusammen war, das konnte echt manchmal nerven. Sagte ich schnell und ging zu dem Zimmer von ihm und mir. Eigentlich wollte ich ihn auch noch fragen, ob er mit Tina tauschen könne, aber das wollte ich ihm jetzt nicht auch noch zumuten.

Von draußen hörte ich schon laute Musik, wieder dieser dumme Hip Hop Scheiß, konnte der nicht mal was vernünftiges hören?! Flüsterte er leise und legte sich auf sein Bett. Schrie ich ihn an, er sah mich mit traurigen Augen an und eine Träne kullerte ihm über die Wange. Aber das konnte mich auch nicht besänftigen. Ich war so sauer. Ich rannte raus, knallte die Tür hinter mir zu und lief direkt in Tinas Arme. Ich lief einfach an ihr vorbei, hatte keine Lust mehr auf sie, auf Tom, auf keinen. Meine Laune war am Arsch und ich könnte heulen. Ich rannte einfach los, bis ich plötzlich vor einer Tür stand, wo ich vorher noch nie war. Vorsichtig machte ich sie auf und kam in ein kleines Zimmer mit Balkon, wo eine Liege draufstand. Es war zwar kalt, schon sehr spät und ich hatte keine Jacke, legte mich aber trotzdem nach draußen und genoss die kühle Luft. Ich dachte über alles nach und plötzlich tat mir alles schrecklich leid. Was hatte ich da nur zu Tina gesagt? Sie hatte doch gar nichts gemacht! Es sollten doch eigentlich so schöne Tage werden, immer versaute ich alles. Mir kamen die Tränen, doch ich versuchte nicht sie aufzuhalten, sondern ließ ihnen freien Lauf, genau das brauchte ich jetzt. Nach einer halben Stunde wurde mir aber auf einmal total kalt, also ging ich wieder rein in das Zimmer und sah mich mal genau um. Da war eine kleine Komode, neugierig machte ich sie auf und fand viele Schmierblätter und Stifte, ich holte ein Blatt raus und las es durch, es war ein Songtext, so wie alle anderen Sachen auch. Wahrscheinlich nutzte David den Raum um neue Ideen zu entwickeln. Da stach mir einer ins Auge, drüber stand: Ich kann nicht mehr, habe so viele Probleme, warum ich? Immer ich? Ich wusste gar nicht, dass David auch so sein konnte, es passte alles total in meine Situation, da fiel mir ein, dass er auch mal in einer Band war, ist dieser Text etwa entstanden, als er da mitgesungen hat? Ich las ihn mir durch und wieder kamen mir ein paar Tränen, er war einfach so schön:

Hilf mir fliegen

Ich bin hier irgendwo gelandet
Kann nicht mehr sagen, wer ich bin
hab die Erinnerung verloren
Die Bilder geben keinen Sinn
Bring mich zurück, bring mich nach Haus
Ich schaffs nicht allein hier raus

Komm und hilf mir fliegen
Leih mir deine Flügel
Ich tausch sie gegen die Welt
Gegen alles, was mich hält
Ich tausch sie heute Nacht
Gegen alles, was ich hab

Erzähl mir alle Lügen
Mach es so, dass ich es glaub
Sonst krieg ich keine Luft mehr
Und diese Stille macht mich taub
Nur graue Mauern und kein Licht
Alles hier ist ohne mich

Komm und hilf mir fliegen
Leih mir deine Flügel
Ich tausch sie gegen die Welt
Gegen alles, was mich hält
Ich tausch sie heute Nacht

Ich find mich hier nicht wieder
Erkenn mich selbst nicht mehr
Komm und zieh mich raus hier
Ich gib alles dafür her
Ich hab Fernweh
Ich will zurück


Entfern mich immer weiter
Mit jedem Augenblick

Komm und hilf mir fliegen
Leih mir deine Flügel
Ich tausch sie gegen die Welt
Gegen alles, was mich hält
Ich tausch sie heute Nacht
Gegen alles, was ich hab

Ich steckte das Blatt ein und machte mir wieder auf den Weg in mein Zimmer, ich wollte erstmal eine Nacht drüber schlafen, bevor ich mich bei Tina entschuldigte. Es war eh schon ziemlich spät, sie schlief bestimmt eh, hoffte ich jedenfalls.